Wilfried Lang und Parlamentsneuling Hans-Peter Fleischer (rechts) nehmen Gudula Bohusch in ihre Mitte.
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Wilfried Lang und Parlamentsneuling Hans-Peter Fleischer (rechts) nehmen Gudula Bohusch in ihre Mitte.

FWG-UBN formiert sich neu

Hans-Peter Fleischer übernimmt Mandat von Birk-Lemper

  • Anja Petter
    vonAnja Petter
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Nachdem Karin Birk-Lemper ihr Mandat abgegeben hatte, musste sich die FWG-UBN personell neu formieren. Jetzt steht fest, wer künftig die Fraktion führt.

Die FWG-UBN-Fraktion hat nach dem Rückzug von Karin Birk-Lemper und rechtzeitig vor der neuen Sitzungsrunde ihre Personalien geklärt: Gudula Bohusch wird – wie erwartet – Fraktionsvorsitzende, Hans-Peter Fleischer ist Nachrücker in die Stadtverordnetenversammlung. Dies hat die Kommunalpolitikerin auf Anfrage der TZ jetzt mitgeteilt.

„Ich war schockiert von der Entscheidung, die Karin Birk-Lemper getroffen hat“, erinnert sich Gudula Bohusch an den Montag nach der Bürgermeisterwahl, als die langjährige Fraktionschefin nach fast 24 Jahren in der Politik ihr Stadtverordneten-Mandat abgegeben hat. „Das war so nicht geplant.“

Gudula Bohusch, die bekanntlich im Oktober 2015 die Grünen verlassen hatte und ein paar Monate später zur FWG-UBN gewechselt war, gibt zu, dass sie lieber weiter mit ihrer Fraktionskollegin und Freundin zusammengearbeitet hätte. „Wir verstehen uns gut, und das war auch schon so, als ich noch bei den Grünen war“, erzählt die Stadtverordnete. „Und wir haben auch zusammen das Programm für die Kommunalwahl erarbeitet.“ Es sei ihr aber nicht gelungen, Karin Birk-Lemper von ihrer Entscheidung abzuhalten. Und: „Ich hätte beim Fraktionsvorsitz auch Nein sagen können, fühlte mich aber verpflichtet, den Posten zu übernehmen.“

Gudula Bohusch, die zwar auf ihre sechsjährige Erfahrung als Fraktionsvorsitzende der Grünen zurückgreifen kann, sich aber immer noch einarbeiten muss in die Arbeit der FWG-UBN, setzt deshalb weiter auf ihre Vorgängerin. Nicht ganz grundlos, denn die bleibt ja Vorsitzende der Freien Wähler und will auch weiter politisch mitmischen. „Vielleicht ist das ja sogar strategisch besser, wenn beide Ämter nicht mehr in einer Hand sind“, überlegt die Westerfelderin inzwischen sogar.

Jetzt müsse die Fraktion erst einmal Hans-Peter Fleischer, der die Freien Wähler zwar schon seit mehr als zehn Jahren begleitet und sich bei Fraktionssitzungen einbringt, aber Parlamentsneuling ist, einarbeiten und sich dann verstärkt dem Problem Nummer 1 in Neu-Anspach widmen: der Sanierung des Haushalts und der Senkung des Defizits, kündigt Bohusch an. „Und dies möglichst schmerzlos für die Bürger“, meint sie und erinnert an die noch ausstehende Entscheidung bei der Geschwisterkind-Regelung und die Beteiligung der Vereine an den Betriebskosten der Sportstätten.

„Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um die Krise der Stadt zu überwinden“, findet die 54-Jährige und hofft, dass die seit der Windkraft-Debatte in der Stadtverordnetenversammlung herrschende Spaltung überwunden werden kann. „Dazu will ich selbst auch beitragen.“ Vom künftigen Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) sei ein „gutes Händchen“ gefordert, sagt Bohusch.

Sie selbst freut sich dabei auf ihre neue Aufgabe: „Ich habe mich entschieden für die Politik, und es macht mir nach wie vor viel Spaß, für die gute Sache zu kämpfen.“

Übrigens haben sich die Freien Wähler auch in den Ausschüssen neu sortiert. So wird Wilfried Lang (69 Jahre), der auch Vorsitzender des Bauausschusses ist, künftig im Haupt- und Finanzausschuss das Stimmrecht wahrnehmen, Fleischer (60 Jahre), übernimmt den Umwelt- sowie den Kultur- und Sozialausschuss. Gudula Bohusch hat als Fraktionsvorsitzende in allen Ausschüssen Rederecht.

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