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Ein Chiropraktiker bei der Arbeit. (Symbolbild)

Usinger Gesundheitsmesse

Heilen nur durch die Kraft der Hände

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Falsch gebückt, schon jagt der Schmerz durch den Körper. Abhilfe kann da die Chiropraktik helfen. Was das ist, davon können sich die Besucher bei der Usinger Gesundheitsmesse selbst ein Bild machen.

Schiefstehende Becken, „verrutschte“ Wirbel, Bandscheibenvorfälle, Einschränkung der Gelenke oder Schmerzen im Nackenbereich – dies Schmerzen kennen viele. Und so weist der Weg zum Chiropraktiker.

Denn oftmals lassen sich durch Impulse und Justierung Probleme lösen. Dabei setzt die Chiropraktik auf die Fähigkeit des Körpers, sich nach entsprechenden Impulsen selbst zu heilen und kommt ohne Medizin aus.

Chiropraktiker und Chiropraktoren arbeiten, anders als die Chirotherapeuten, ausschließlich bei der Behandlung mit den Händen. Die Behandlung heißt Justierung und Lösen der Subluxation. Sprich: Es geht darum, Blockaden im Bewegungsapparat sanft zu lösen, um damit die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Im Gegensatz zu dem, was viele unter „Einrenken“ verstehen und von dem sich so mancher erst einmal erholen muss, setzt die Chiropraktik auf eine deutlich sanftere, aber effektive Behandlungsmethode.

Dabei geht es auch nicht um die Symptombehandlung, sondern um die Beseitigung der Ursache. Die Art zu behandeln unterscheiden sich bei Chiropraktoren und Chiropraktikern nicht. Trotzdem gibt es einige Unterschiede zwischen einem Chiropraktor und einem Chiropraktiker.

Doch zunächst einmal: Was ist überhaupt Chiropraktik? Die Chiropraktik ist ein eigenständiger Heilberuf, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention funktioneller Störungen der Statik und Dynamik des menschlichen Bewegungsapparates beschäftigt.

Dazu gehören die Wirbelsäule, das Nervensystem, die Muskeln, Sehnen und Gelenke, teilt die Deutsche-Chiropraktoren-Gesellschaft auf ihrer Seite mit. Chiropraktik bedeutet „mit der Hand behandeln“. Und in der Tat sind die Hände auch das einzige „Instrument“, das die Behandler am Körper anlegen.

Anders als in anderen europäischen Ländern (Großbritannien, Belgien, Schweiz, Dänemark, Schweden und Norwegen) ist die Chiropraktik in Deutschland bisher nicht als eigenständiger Heilberuf anerkannt.

Wer hier den Beruf ausüben möchte, der muss auch nach dem Heilpraktiker-Gesetz zugelassen sein. Denn nur Heilpraktiker und Ärzte dürfen chiropraktische Behandlungen durchführen.

Der größte Unterschied besteht in der Ausbildung. Während ein Chiropraktor ein nach WHO-Richtlinien vorgegebenes Studium zwischen vier und sechs Jahren absolvieren muss, erhält der Chiropraktiker seine Zusatzqualifikation über rund 400 Stunden Weiterbildung.

Dass die alternative Heilmethode Chiropraktik auch längst im Hochtaunuskreis angekommen ist, beweist Marlies Wittland. Sie bietet amerikanische Chiropraktik seit einigen Jahren an und beweist, dass sich der Bewegungsapparat auch ganz sanft anstelle über ein „Hau-ruck“ wieder in Form bringen lässt.

Und wer sich dafür interessiert, ist bei der Usinger Gesundheitsmesse am Wochenende genau richtig.

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(tas)

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