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Der Vorstand, bestehend aus Gitta Wied, Hoger Seidel, Romana Kreuz, Gisela Heil, Petra Wenzel und Alfred Meurer, plant bereits neue Dinge für Friedrichsthal.

Unsichere Zukunft

Heimatverein: Zweck erfüllt, Zukunft offen

Der Heimat- und Brauchtumsverein in Friedrichsthal hatte sich gründet, um die 200-Jahr-Feier im vergangenen Jahr zu stemmen. Die Arbeit ist getan. Und wie geht’s weiter? Das wurde in der Jahreshauptversammlung festgelegt.

Von TATJANA SEIBT

Das „Friedrichsthaler Sommermärchen“ ist ausgeträumt. Was bleibt, sind die Erinnerungen an die bemerkenswerte 200-Jahr-Feier im vergangenen Jahr. „Damit hat der Heimat- und Brauchtumsverein eigentlich seinen Zweck erfüllt“, sagte Alfred Meurer.

Der Vorsitzende des Vereins traf sich mit weiteren 14 Mitgliedern nebst Vorstand zur Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus. Eben jener Stätte, wo drei Jahre zuvor die Ideen für das Dorfjubiläum geschmiedet und in ein Konzept gegossen wurden. Das Fest wurde zur Kerb gefeiert, die Chronik von Peter Schweighöfer in einem Buch zusammengefasst. Auftrag und Ziel des Vereins, die Feier zu organisieren und zu einem Glanzpunkt in der Geschichte des Ortes zu machen, sind erfüllt. Und nun? Ist der Verein am Ende?

„Nein, wir werden uns jetzt nicht auflösen“, sagte Meurer im Gespräch nach der Versammlung. Und da der Vorstand in seinem Amt unisono für weitere zwei Jahre bestätigt wurde, ist damit also auch vorerst nicht zu rechnen. Meurer bleibt Vorsitzender, Stellvertreterin Romana Kreuz und Kassenwartin Petra Wenzel. Den Schriftwechsel erledigt Hoger Seidel, als Beisitzer unterstützen weiterhin Gisela Heil und Gitta Wied.

Der Vereinsvorstand dankte den vielen Helfern, die dazu beigetragen hatten, dass das Fest nicht nur wegen der unsäglichen Hitze in bester Erinnerung bleibt. „Ihr habt Maßstäbe gesetzt“, war sich auch Bürgermeister Gregor Sommer (CDU), Schirmherr und Mitglied des Vereins, ganz sicher. „Das muss euch erst einmal einer nachmachen“, lautete seine Anspielung, und der Blick ging vielsagend in Richtung der eigenen Heimat Pfaffenwiesbach, wo im kommenden Jahr das 850-jährige Bestehen gefeiert werden soll.

Dort wird sich der Verein mit Diensten für die Hilfe bei der eigenen Feier revanchieren. Darüber hinaus will der Verein die Chronik weiterführen, die nun zunächst an die bisherige Ortsvorsteherin Gitta Wied übergeben wurde. Zur Kerb 2017 werde der Verein die Musik finanzieren und als Sponsor in Erscheinung treten. Für das musikalische Unterhaltungsprogramm habe man bereits Werner Erker und die Erkerländer ausgedeutet. Ob es auch wieder eine gemeinsame Weihnachtsfeier aller Vereine geben wird? „Bestimmt, aber nicht sofort“, war sich Petra Wenzel sicher.

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