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Heinz Radu weiter an der Spitze

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Von: Monika Schwarz-Cromm

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Wie viele Jahre genau Heinz Radu nun schon an der Spitze der Freien Wähler steht, weiß er gar nicht so genau. Auf alle Fälle kommen zu den vielen Jahren jetzt noch weitere dazu. Denn die Jahreshauptversammlung hat gewählt.

Alle zwei Jahre werden Vorstandsämter bei den Freien Wählern neu gewählt. Heinz Radu ist nunmehr seit rund 30 Jahren der Mann an der Spitze, wenn auch mit Unterbrechungen.

„1980 war mein erstes Jahr als FWG-Vorsitzender“, berichtete er am Montag im Anschluss an die nicht öffentliche FWG-Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus bei einem Pressegespräch. Irgendwann habe Gerhard Müller für einige Jahre die Führung der Freien Wähler übernommen und sie ihm dann wieder übertragen. Die Mitglieder sprachen Heinz Radu auch am Montag erneut das Vertrauen aus und wählten ihn zu ihrem Vorsitzenden. Gleichzeitig musste auch das Amt des Kassierers neu gewählt werden. Gemeindevertreterin Andrea Pfeifer übte das Amt bisher aus und wird nach dem Wunsch der FWG-Mitglieder auch weiterhin über die Kassengeschäfte wachen.

Zu Beisitzern für die einzelnen Ortsteile wurden Daniela Sorg-Meghawry für die Kerngemeinde, Erhard Lohnstein für Heinzenberg, Dieter Vach für Naunstadt, Kurt Solz für Hundstadt, Edmund Born für Laubach und Susanne Olbrich-Krause für Mönstadt gewählt.

Der alte und neue Vorsitzende strahlte. Und das nicht nur wegen des Vertrauens, das ihm seine Partei erneut bezeugt hatte. „Ich freue mich, dass die Nachkalkulation des Neubaugebietes „Vor dem Seifen“ einen Gewinn von über zwei Millionen Euro eingebracht hat“, sagte er. Immerhin habe man es damit allen Kritikern dieses Projektes zeigen können. Und diese Gewinnzahlen beinhalteten ja noch nicht die zusätzlichen Einwohner und die damit verbundene Einkommensteuer, setzte er nach.

Radu rechnete weiter und nannte den Schuldenstand per Januar 2008 mit 8 963 100 Euro und den per Januar 2015 mit 9 297 806 Euro. „Das sind lediglich rund 335000 Euro Schulden innerhalb von sieben Jahren“, rechnete er vor und zählte auf, was die Gemeinde alles in dieser Zeit investiert habe. Unter anderem seien das Digitalfunk der Feuerwehr, Dorferneuerung in Laubach, Kläranlage Mönstadt, U-3-Betreuung, Wasserleitung von Heinzenberg nach Mönstadt, Feldbergstraße und viele Dinge mehr gewesen.

Klar klopft sich die FWG dabei auch auf die eigene Schulter. „Auch wenn uns andere immer nur für die Schulden verantwortlich machen“, sagte Radu. Zu diesen Verdiensten gehöre auch, dass sich ein Allgemeinmediziner in Grävenwiesbach niedergelassen habe und auch die Apotheke im Ort nicht geschlossen, sondern neu gebaut habe, erinnerte Radu. Und Kurt Solz, sein Stellvertreter, machte darauf aufmerksam, dass dies zum großen Teil auf Heinz Radus Initiative zusammen mit der Vorsitzenden des Vereins Grävenwiesbacher Gewerbetreibender, Elke Block, geschehen sei.

Auf der Suche nach der schwarzen Null im Gemeindehaushalt empfanden es die beiden FWG’ler auch passend, dass Grävenwiesbach im Vergleich der Hessischen Städte und Gemeinden bei den Steuern ziemlich hinten platziert seien, eben mit nicht so hohen Steuern.

Sie wünschen sich künftig mehr Informationen. Und diese Bitte war besonders an Bürgermeister Roland Seel gerichtet. Denn beispielsweise die Beantwortung ihrer Forderungen und das ganze weitere Vorgehen bei der geplanten RMD-Erweiterung auf dem Saargelände stünden immer noch aus.

Auch die immer weiter steigenden finanziellen Forderungen vom Land passen den Freien Wählern ganz und gar nicht.

„Nur weil wir zum Hochtaunuskreis gehören, sind wir noch lange nicht so reich wie Bad Homburg“, sagte Heinz Radu und machte unmissverständlich klar: „Irgendwo hört der Spaß auf.“

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