Tag der offenen Tür

Hier klappt die Zusammenarbeit

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Beim Tag der offenen Tür zeigte die Einsatzabteilung bei schönstem Herbstwetter, wie man einen Brand löscht und Menschenleben rettet. Weil die Feuerwehr Schmitten gleichzeitig zum Tag der leckeren Schnitzel eingeladen hatte, funktionierte die Werbung um aktive und passive Mitglieder bestens.

Die Kameraden der Feuerwehr Schmitten üben regelmäßig, um in Notsituationen schnell und effektiv eingreifen zu können. Solche Leute kann man auch in der Küche überall einsetzen, war die Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Christina Löw, überzeugt. Jedes Jahr denkt sie sich zum Tag der offenen Tür ein anderes Essen aus, und weil es diesmal Schnitzel geben sollte, war am frühen Samstagmorgen erst einmal kollektives Panieren wie am Fließband angesagt. An der Pfanne stand Kamerad Frank Rückle, seines Zeichens Koch, seinen Mann.

Wenn ein Brand gelöscht ist, heißt es gewöhnlich „Wasser halt“. Als es hieß „Schnitzel aus“, waren jedoch längst nicht alle satt. Ausgerechnet Wehrführer Sascha Rühl ging leer aus. Die Schauübung der 16-köpfigen Einsatzabteilung war zwar kurz und knackig, fand aber zur besten Mittagszeit statt. Und nachdem das „Feuer“ im Geräteschuppen gelöscht und eine „verletzte Person“ unter dem Applaus der Zaungäste gerettet worden war, musste erst wieder aufgeräumt werden. Bis dahin waren alle Schnitzel verzehrt. „Sie sollen sehr lecker gewesen sein“, stellte die Vereinschefin schmunzelnd fest und verwies auf die Würstchen.

Dass die Verpflegung an diesem Tag überhaupt so gut funktionierte, obwohl gleich zu Beginn die Spülmaschine ihren Geist aufgegeben hatte, lag an zwei Dingen. Die Kameraden aus Dorfweil leisteten Nachbarschaftshilfe und liehen ihre Teller aus, außerdem stellte Karlheinz Hamel sein Talent als „Spülmann vom Dienst“ unter Beweis. Dienst am Zapfhahn hatte in der ersten Schicht wie immer Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG). Der frohlockte, weil die Schmittener Wehr mal wieder das gute Wetter für ihr Fest gepachtet hatte. Obwohl er versuchte, die Chefin darauf festzunageln, dass die Kameraden unter solch günstigen Bedingungen im nächsten Jahr auch das Schwimmbadfest organisieren sollten, blieb diese zurückhaltend.

Zurückhaltung kennt Löw aber nicht, wenn es darum geht, neue Mitglieder an Land zu ziehen. Drei Neue waren es diesmal. Feuerwehrmann Julian Kühl ist aus dem hohen Norden nach Schmitten gezogen und gleich in die Wehr eingetreten. „Bei uns ist jeder willkommen“, sagte sie und freute sich auch über zwei passive Mitglieder, die sich mit der ganzen Familie einbringen wollen und für die nächste Veranstaltung der Wehr zumindest einen Kuchen beisteuern. Dass auch bei der Jugendwehr was los ist, zeigte das Kürbisschnitzen in der Fahrzeughalle.

Die gute Zusammenarbeit Ortsteil-Wehren lässt manchmal auch andere Funken überspringen. So übernahm der kommissarische Arnoldshainer Wehrführer Andreas Scholz die Moderation. Er hatte am 1. April 2012 bei der Fahrzeugeinweihung Alexandra Schmidt von der Feuerwehr Schmitten kennen- und lieben gelernt. Am 23. Oktober ist Hochzeit, und nach dem Tag der offenen Tür feierten die Feuerwehrleute schon mal ausgiebig Junggesellenabschied.

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