+
Oft wird es in der Taunusstraße knapp für die Autos, und eine Lücke zum Ausweichen ist auch schwer zu finden.

Chaos in Neu-Anspach

Hier wird es gefährlich: Einseitiges Parken in der Taunusstraße ist ein Problem

  • schließen

Autofahrer, die lange warten müssen, bis sie endlich weiterkommen, Pkw, die auf den Gehweg ausweichen – in der Taunusstraße muss sich etwas ändern. Jetzt ist der Magistrat gefordert.

Die Verkehrssituation in der Taunusstraße muss sich verbessern, darüber sind sich die Stadtverordneten einig. Sie stimmten deshalb am Dienstagabend in der Parlamentssitzung einmütig einem von der CDU initiierten Antrag zu. Aufgabe des Magistrates ist es nun, verschiedene Möglichkeiten zu prüfen, wie sich die Lage ändern könnte – sei es durch wechselseitige Parkbuchten, die Reduzierung von Verkehrsschildern oder andere Maßnahmen.

Bei der bis zur Friedrich-Ebert-Straße reichenden Grundsanierung der Taunusstraße sei die Park- und auch die Verkehrssituation nicht ausreichend berücksichtigt worden, begründete CDU-Fraktionschef Reinhard Gemander den Antrag. Dass die Autos nur auf einer Seite parkten, sei eine Gefahr sowohl für die Anwohner als auch für die anderen Verkehrsteilnehmer.

„Wer auf der Taunusstraße in Richtung Breitestraße fährt, muss an allen parkenden Autos vorbeifahren und hat sehr oft keine Möglichkeit, den entgegenkommenden Fahrzeugen auszuweichen“, erklärte der CDU-Politiker. Mancher fahre dann sogar über den Fußgängerweg, schilderte er die Situation und schlug vor, auf beiden Straßenseiten wechselnde Parkplätze einzuzeichnen – wie es sie bereits zwischen Bahnübergang und altem Dreschplatz gibt.

Zustimmung gab es von Bernd Töpperwien (b-now). Er habe teilweise schon zehn Minuten dort gewartet, bis er endlich fahren konnte, berichtete er, warnte aber gleichzeitig davor, die Parksituation zu verschlechtern. Auch Kevin Kulp (SPD) bezeichnete die Lage in der Taunusstraße als eine „verkehrstechnische Katastrophe“, und Christian Holm (b-now) hat gar 27 Schilder von der Karlsbader Straße bis zur Breitestraße gezählt. Das seien zu viel: „Das muss einfacher und verständlicher werden.“

Kleines Bonmot am Rande: Kulp wunderte sich in der Stadtverordnetenversammlung über die – in der Tat – hohe Anzahl von vier Anträgen und den „Ideenreichtum“ der CDU. Ob denn bislang keine Dringlichkeit bestanden habe, oder ob sich die Politiker vielleicht bisher nicht gegen ihren (inzwischen abgewählten) Bürgermeister hätten durchsetzen können, fragte der Sozialdemokrat. Verständnis für die Situation seiner ehemaligen Parteifreunde zeigte wenig später Andreas Moses, jetzt NBF-Fraktionschef: „So ist das eben, wenn man von der Regierung in die Opposition wechselt“, meinte er gönnerhaft.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare