Der Plan zeigt die neuen Routen: Wanderung vier ist nicht eingezeichnet, da sie sich durchs Dorf schlängelt. Sie dauert rund 90 Minuten und bietet viele Informationen.
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Der Plan zeigt die neuen Routen: Wanderung vier ist nicht eingezeichnet, da sie sich durchs Dorf schlängelt. Sie dauert rund 90 Minuten und bietet viele Informationen.

Kransberger Bürger gestalten eigene Wanderrouten

Im kleinen Usinger Stadtteil sind viele Sehenswürdigkeiten per pedes zu erleben

  • Andreas Burger
    VonAndreas Burger
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Christof Demuth bringt Ehrenamtliche an einen Tisch und will für den Stadtteil begeistern

Usingen - Der Mann kann nicht nur mit Oldtimern gut, er liebt auch die Natur. Und weil Christof Demuth, auch Chef des Cransberger Oldtimer Clubs (COC), gerne per pedes unterwegs ist, hat er mal eben eine Idee verwirklicht - nämlich eigens für Kransberg eine Art Tourenführer herauszugeben.

Nicht alleine, versteht sich. Hilfe bekam Demuth von einer ganzen ehrenamtlichen Initiative, die in Kransberg neue Rundwanderwege geplant hat. Diese lokale Arbeitsgemeinschaft hat sich die Beschilderung und Pflege von Wanderwegen in und rund um ihren Heimatort vorgenommen. Demuth hatte die Wanderwege vielfach begangen und dabei seine Erfahrungen schriftlich und bildlich dokumentiert. "Die Idee war geboren, aber für die Umsetzung benötigte ich engagierte Mitstreiter", erinnert er sich.

Helfergruppe formiert sich

In den Reihen der Kransberger Dorfgemeinschaft musste er nicht lange suchen. Mit Klaus Morgenstern (Beschilderung Kransberg IG, Radwege), Christian Wolf (Sprecher, Organisation Kransberg IG) wurde inzwischen eine lokale IG Beschilderung gegründet, die nun gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Kransberg bei der Stadt Usingen die Ausweisung der Strecken als offizielle Wanderwege beantragt hat.

"Diese tolle Initiative in Kransberg unterstützen wir natürlich sehr gerne", freut sich Bürgermeister Steffen Wernard (CDU), der in der Ausweisung von schönen Rundwanderwegen in Kransberg einen weiteren Baustein beim Ausbau der touristischen Infrastruktur sieht. "Gerade nach Kransberg mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten und der Lage in den Taunuswäldern lohnt ein Ausflug."

Die Idee für die drei Wanderwege (lesen Sie dazu auch den beistehenden Text) sowie einen geschichtlichen Weg rund um und durch Kransberg, entlang besonderer Gebäude wie der Marienkapelle oder dem Schloss Kransberg, stammt von Demuth, der auch der Sprecher der IG ist. Der nächste Schritt der Beschilderungsinitiative ist in Kooperation mit der Interessengemeinschaft Kransberg die Ausweisung dieser Strecken als offizielle Wanderwege. Hierfür gab es bereits ein Treffen von der Interessen- und Arbeitsgemeinschaft, dem Usinger Revierförster Karl-Matthias Groß und seinem Kollegen, dem städtischen Baumpfleger Wadim Heinrich sowie der zuständigen Mitarbeiterin vom Naturpark Hochtaunus, Carolin Pfaff. In diesem Gespräch wurde festgehalten, dass die Ausweisung der Wanderwege möglich ist unter der Voraussetzung, dass die Arbeitsgemeinschaft sich in Absprache mit dem Forst um das Freischneiden der Wege kümmert und die Beschilderungen der Rundwanderwege kontrolliert.

Startpunkt aller vier Wanderwege ist das Bürgerhaus in Kransberg als zentraler Ort in der Dorfmitte mit Parkplätzen. Von dort aus besteht die Möglichkeit, auf den Wegen in der Natur zu wandern. Eine Route führt durch den Ortskern Kransberg mit Informationstafeln an Privatgebäuden mit alten Fotos und geschichtlichen Anekdoten.

Zudem brachte Klaus Morgenstern noch die Idee einer Radwegebeschilderung ein. Auch er hatte bereits die Wege abgefahren und bebildert festgehalten, wo Hinweisschilder fehlen.

Beschilderung in Planung

Die Gestaltung der Beschilderung soll in einem einheitlichen Layout geschehen, das die Stadt entwickelt. Alle Wege- und Hinweisschilder für Spazier- und Wanderwege in Usingen sollen ein einheitliches Erscheinungsbild haben.

Die Kransberger Gemeinschaft hat den Wunsch, dass die Kransberg betreffenden Schilder den Kranich enthalten, damit das alte Wappen in Erinnerung bleibt, was berücksichtigt werden soll. Außerdem sollen Hinweise auf das nächste Zwischenziel die Motivation und Neugierde der Besucher auf den Rundwanderwegen steigern. Dort gebe es ständig Neues zu entdecken, auch die kurzen Strecken führten durch vielseitige Natur, freut sich das Projektteam.

Beteiligung an den Kosten

Neben dem ehrenamtlichen Engagement ist die Dorfgemeinschaft in Kransberg zudem bereit, sich an den Kosten der Schilder zu beteiligen und bei der Montage zu helfen. Weitere Kransberger sind im Beschilderungs- und Wegeunterhaltungsteam jederzeit willkommen. Informationen über Kransberg und die Arbeit der Interessengemeinschaft sind unter www.kransberg.com und www.og-kransberg.de zu finden.

Die Arbeitsgemeinschaft Beschilderung, Rundwander- und Fahrradwege Kransberg IG mit dem Initiator Christof Demuth ist für Interessierte auch direkt per Mail erreichbar unter der Adresse beschilderung-kransbergig@gmx.de und freut sich über weiteren Zuspruch aus der Bevölkerung.

Gemeinsam für die neuen Routen: Klaus Morgenstern (von links, stehend), Christian Wolf und Christof Demuth sowie Karl-Matthias Groß (von links, sitzend), Carolin Pfaff und Wadim Heinrich.

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