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Wenn die Baustelle in der Kreuzgasse den Alten Marktplatz erreicht, wird es auch in der Wirthstraße Gegenverkehr geben.

Arbeiten an Kanal und Wasserleitungen

Die Usinger Innenstadt bleibt noch lange Baustelle: Sanierung erreicht bald den Alten Marktplatz 

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Jetzt kommt’s für die Usinger in der Innenstadt ganz dick. Denn schon ab etwa März soll die Großbaustelle, bei der Kanal und Wasserleitungen saniert werden, den Alten Marktplatz erreichen. Baulärm gibt’s bis etwa 17 Uhr, allerdings, so die Infos für die Anlieger seitens der Stadt: Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein.

Usingen - Anwohner und Geschäftsinhaber in der Kreuzgasse müssen in den nächsten Monaten geduldig sein, denn nun zieht die Baustelle zur Straßen- und Kanalsanierung aus der Neutorstraße weiter und erreicht das Herz der Stadt. Deshalb war es kaum verwunderlich, dass sich eine Vielzahl von Anwohnern und Innenstadthändler am Montagabend in der Hugenottenkirche versammelten, um den Bauplänen der Stadt für die Sanierung der Kreuzgasse zu lauschen.

Und da kommt es nun für alle richtig dick. Einziger Silberstreif am Horizont: „Entgegen dem was bislang verbreitet wurde, gehen wir davon aus, dass die Baustelle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird“, sagte Bürgermeister Steffen Wernard. Das sei zum einen den guten Erfahrungen mit der Firma Jost als Ausführer geschuldet, zum anderen der Tatsache, dass die Firma bereits mit einer zweiten Kolonne am Werk sei.

„Die große Unbekannte ist derzeit aber das Wetter“, sagte Clemens Konieczny, Leiter des Bauamtes für den Hoch-Tiefbau. Doch vermutlich werde der Bereich Kreuzgasse bis Obergasse schon im März erreicht und bleibt für voraussichtlich vier Monate Baustelle.

Insgesamt sechs Abschnitte hatte der Bauamtsleiter von der Fritz-Born-Straße bis hin zur Wilhelmjstraße auf einem Stadtplan markiert. Der erste Abschnitt werde in der Neutorstraße bis zur Grenze des Alten Marktplatzes gehen, dann erreicht die Baustelle den Alten Marktplatz als geplanten zweiten Abschnitt. In einem dritten Abschnitt ist die Kreuzgasse von der Ecke Wirthstraße bis zur Porbach und Scheunengasse an der Reihe.

Als vierter Abschnitt ist die Sanierung der Kreuzgasse bis zur Ober- und Zitzergasse geplant und in einem letzten Abschnitt die Wilhelmjstraße.

Saniert werden die Wasser- und Kanalleitungen sowie die Gehwege und die Asphaltdecke.

Zum Warmwerden

Während die Sanierungsarbeiten bislang, „die zum Warmwerden waren“, wie es Konieczny mit einem Augenzwinkern formulierte, geht es ab dem Alten Marktplatz ans Eingemachte, vor allem weil in einigen Bereichen der Kreuzgasse uralte Wasserleitungen liegen, die dringend erneuert werden müssen. Parallel zur Straßensperrung werde das Bauamt die Hausanschlüsse via Kanal-Befahrung mit einer Kamera kontrollieren und jedem einzelnen Haushalt über den Zustand informieren.

Damit einher geht auch der Hinweis, ob der Hausanschluss erneuert werden muss oder nicht. „Während der einzelnen Bauabschnitte werden kleinere Straßen auch für den Gegenverkehr freigegeben, was vor allem für die Autofahrer eine gewisse Umstellung geben wird.

Ist-Zustand erfassen

Zusätzlich zu den Kanälen müssen auch sogenannte Kreuze ausgetauscht werden, was in der Obergasse vermutlich im Sommer der Fall sein werde, erläuterte Konieczny. Das bedeute eine Sperrung der beiden Bundesstraßen, „und das wird vermutlich im Sommer der Fall sein“, stellte der Bauamtsleiter in Aussicht.

Wichtig für die Gewerbetreibenden sei, dass die Geschäfte fußläufig in jedem Fall die ganze Zeit über erreichbar seien. Auch werde versucht an vielen Stellen mit Stahlplatten zu arbeiten und so schnell wie möglich zu schottern, damit wenigstens die Zufahrten so gut es geht zu erreichen sind. Auch um die Müllentsorgung kümmert sich die ausführende Firma, „dazu sollten aber die Tonnen der einzelnen Haushalte entsprechend gekennzeichnet sein“, bat Konieczny.

Diese werden von der Haustür von der Firma zu einem Sammelpunkt hin- und nach der Leerung auch wieder an die jeweiligen Ausgangsorte zurück gebracht.

Nun steht das Beweissicherungsverfahren an, in dem der Zustand von Häusern dokumentiert wird. Wer sich fragt, wo er in der Zwischenzeit parken kann, für den hatte der Bürgermeister einen Tipp: „Wir haben einen Flyer mit allen Parkplätzen aufgelegt, wo man stehen darf.“ Die Parkplätze am Alten Marktplatz fallen nicht weg, nur in den Zubringerstraßen.

Zu den genauen Kosten für die Sanierung konnten Wernard und Konieczny noch nichts sagen. Zwei Abrechnungsmöglichkeiten gebe es, von denen eine die Politik bis zum Sommer beschließen soll. Da wäre die genaue Abrechnung nach Material und Verbrauch. „Dann gibt es die Rechnung sofort“, sagte Wernard.

Die andere Möglichkeit sei, dass nach Beendigung des Förderprogramms abgerechnet werde, „dann kommt ein Gutachter und berechnet die Wertsteigerung des Sanierungsgebietes.“

Dann hätten die Anwohner für die Zahlung noch etwa 15 Jahre Zeit, erfahren aber auch erst dann, was sie zahlen müssen.

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