Hessenpark

In jeder Hinsicht ein Gewinn

  • Anja Petter
    VonAnja Petter
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Nicht mehr lange, dann öffnet im Hessenpark das neue Eingangsgebäude. Es ist eine gelungene Mischung aus alt und neu.

In der Scheune aus Westerfeld riecht es toll. Obwohl Britta Bauer schon 2011 mit ihrem Body-&-Soap-Museum nach Bad Nauheim gezogen ist, hängt der Duft der dort hergestellten Seifen noch immer in den Räumen. Mal sehen, wie lange dies noch hält, wenn das Gebäude nun im Laufe des Juni eröffnet und zum neuen Entree des Hessenparks wird.

Doch ganz abgesehen von dem guten Geruch: „Auch ästhetisch ist das Gebäude ein Gewinn“, sagt Hessenpark-Pressesprecherin Pia Preuß. Und damit hat sie recht: Das Anwesen mit seinem modernen Windfang ist toll geworden. Außen ist ein Teil verputzt, der Rest ist Fachwerk, innen gibt es alte Holz- und moderne Stahlträger. Der Boden ist aus Estrich, eine Wand ist rot gestrichen, der Rest weiß. „Eine gute Mischung aus alt und neu“, findet Pia Preuß.

Es gibt zwei Kassen (plus Ersatzkasse), einen großen Flatscreen, auf dem Informationen zum Tagesprogramm und Hinweise auf kommende Aktionstage bereitgestellt werden, und einen Museumsshop, für den Marketing-Leiterin Petra Lea Schübeler schon Apfelwein-Gläser und Stofftaschen mit dem Hessenpark-Logo erdacht hat. Außerdem werden dort Produkte aus dem Vorführhandwerk wie Bürsten und Holzkreisel sowie Bücher des Förderkreises, regionale Literatur und den noch in diesem Jahr erscheinenden Museumsführer verkauft. „Ein Museumsshop war schon lange geplant, wir hatten bislang nur nicht den richtigen Platz dafür“, sagt Pia Preuß. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem ein Lager und ein Besprechungsraum.

Auf einer rustikalen Holztreppe, die neu eingezogen wurde, erreicht man das Obergeschoss mit gemütlicher Teeküche und den Büros für sechs Mitarbeiter, die bislang in der Zentrale untergebracht waren: Sie kümmern sich im Besucher-Service um Buchungen und Anfragen. Dank neu eingebauter Fenster ist es schön hell, ein Steg aus Stahlträgern verbindet die Räume. Kein Wunder, dass Pia Preuß und Petra Lea Schübeler, die ihre Büros im sanierungsbedürftigen Verwaltungsgebäude am Marktplatz haben, feststellen: „Hier würden wir auch gerne arbeiten.“ Viel ist bis zur Eröffnung nicht mehr zu tun: Das Linoleum auf dem Steg fehlt noch, ein paar Maler- und einige technische Restarbeiten sind auch noch zu erledigen.

Mit dem neuen Eingangsgebäude wird es für die Besucher sicher bequemer: Sie müssen sich, wie beim alten Kassenhäuschen, nicht mehr zum Bezahlen bücken und sich anschließend durch die Schranke quetschen. Sie werden sich aber auch umstellen müssen, denn künftig sind nur noch der Marktplatz selbst sowie die dortigen Geschäfte und Restaurants frei zugänglich. Pia Preuß: „Wer beim Bäcker sein Brot holen möchte, muss keinen Eintritt bezahlen.“ Für sämtliche Ausstellungsgebäude, und das gilt auch für jene auf dem Marktplatz wie beispielsweise das Haus aus Gemünden/Wohra oder die Druckerei, die bislang vor der Kasse lagen, muss künftig Eintritt bezahlt werden. Die Besucher erhalten Einlassbändchen, die sie auf Verlangen vorzeigen müssen.

Neu gestaltet werden in den kommenden Monaten auch noch der Vorplatz und der Hauptweg, der die Menschen Richtung Marktplatz führt. Allerdings steht bislang nur fest, dass das alte Tor, das ohnehin schon lange keine Funktion mehr hat, wegkommt und der Zaun versetzt wird. „Wir wollen erst einmal Erfahrungen sammeln und sehen, welche Laufwege die Besucher nehmen“, sagt Petra Lea Schübeler. Außerdem werde dort noch ein Container mit zwei weiteren Kassen errichtet, der bei Großveranstaltungen genutzt werden soll.

Übrigens: 900 000 Euro hat der Hessenpark in das neue Eingangsgebäude gesteckt. Ursprünglich war geplant gewesen, auf dem Vorplatz einen Neubau zu errichten. „Aber das wäre noch wesentlich teurer geworden“, erklärt Pia Preuß. „Und die Scheune aus Westerfeld musste sowieso saniert werden.“

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