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Jetzt das Abzeichen machen

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In diesem Jahr haben weniger Sportler bei der TSG Niederreifenberg das Deutsche Sportabzeichen abgelegt. Auch wenn die Leichtathletik-Saison zu Ende ist, für Nachzügler ist Stichtag am 31. Dezember, und Möglichkeiten gibt es noch viele.

„Als nach vier Sprints die erforderliche Zeit immer noch nicht erreicht war, haben wir dem Jungen Spikes angezogen, die haben es gebracht, denn er war damit drei Zehntel schneller“, erzählt Karl Breitung. Er und seine Frau Cornelia sowie Wolfgang und Anne Dlabal sind die vier Sportabzeichen-Abnehmer bei der Turn- und Sportgemeinde (TSG) Niederreifenberg und nicht nur Prüfer.

Dass sie die Regeln kennen und wissen, welche Leistungen erbracht werden müssen, um das begehrte Abzeichen in Gold, Silber oder Bronze zu bekommen, ist selbstverständlich. Sie kämpfen aber auch um jeden Teilnehmer und mit jedem, sind also die Motivatoren schlechthin. Im Vorjahr freute sich der Vorsitzende über eine Rekordbeteiligung, da hatten 70 Sportler Abzeichen und Urkunde erhalten. Der Verein war damit fünftstärkster im Hochtaunuskreis und wurde dafür ausgezeichnet.

In diesem Jahr lief es nicht ganz so gut. Im Kalender der TSG waren zwei feste Termine für die Sportabzeichenabnahme eingetragen. Im Mai, quasi untrainiert, haben das nur die bekannten Leistungsträger des Vereins geschafft – wie die sportliche Familie Eckermann. Am 19. September hatten gerade 30 Sportler die erforderlichen Leistungen erbracht. Doch die vier Prüfer setzten einen weiteren Samstag an. „Da waren es plötzlich schon 45, und weitere 10 habe ich noch in der Warteschleife“, berichtete Cornelia Breitung, welche die Listen führt, voller Elan.

Auch wenn die Leichtathletiksaison zu Ende ist, können Punkte im Ausdauerbereich auch noch beim Walken mit den Dlabals gesammelt werden. Und in der Halle kann man als Alternative zum Weitsprung auch Hochsprung oder Seilspringen absolvieren. Stichtag ist der 31. Dezember. Bis dahin stehen die Prüfer auch in den Sportstunden für die Abnahme zur Verfügung.

Ein Grund für den Rückgang bei den Sportabzeichen ist für den Vorsitzenden der extrem heiße Sommer, denn die Leichtathletikabteilung ist gewachsen. „Und der Rekord des Vorjahres war natürlich auch schwer zu erreichen oder noch zu steigern“, gibt er zu. Auch das eher nachgebesserte, aber verwirrende Regelwerk habe einige Interessenten vielleicht abgehalten, meinte Wolfgang Dlabal. Doch genau dafür sind ja auch die Prüfer da. Die Berechnung sei komplizierter geworden, aber der Einstieg für Neulinge leichter. Es gibt nicht mehr vier feste Disziplinen, sondern vier Leistungsfelder, aus denen man auswählen kann.

Die vier Prüfer stehen übrigens nicht nur für Mitglieder zur Verfügung, sondern allen interessierten Sportlern. Auch Polizisten oder angehende Sportstudenten, die diesen offiziellen Nachweis brauchen, können ihn in Niederreifenberg ablegen, weil die vier Prüfer flexible Abnahmezeiten ermöglichen. Wem also nur einzelne Leistungsfelder fehlen, der kann sich mit dem Vorsitzenden unter (0 60 82) 15 36 in Verbindung setzen, mit ihm abklären, wie er das noch erreichen kann.

Fürs nächste Jahr, wenn die TSG ihr 125-jähriges Bestehen feiert, möchte der Vorsitzende einen neuen Rekord bei den Sportabzeichen erreichen. Rekordteilnahme gab es kürzlich auch beim traditionellen Herbstwaldlauf der TSG. Für 36 Jogger, Walker und Radfahrer war diese Veranstaltung bei herrlichem Wetter ein schönes gemeinsames Training. Beim abschließenden Suppe-Essen kamen Mitglieder aus verschiedenen Abteilungen ins Gespräch.

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