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Die Konfirmanden ließen dem Unkraut beim Gartentag in Arnoldshain keine Chance.

Jetzt ist alles wieder tipptopp

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Die Protestanten kennen ja keine Heiligenverehrung, aber die Eisheiligen ihrerseits machen zwischen den Konfessionen keinen Unterschied.

Die Protestanten kennen ja keine Heiligenverehrung, aber die Eisheiligen ihrerseits machen zwischen den Konfessionen keinen Unterschied. Froh ist vor allem aber der Gartenfreund, wenn die meteorologisch gefürchteten Tage endlich vorbei sind. Die „kalte Sophie“ ist die nach der Überlieferung letzte Eisheilige, deren Tag am 15. Mai gefeiert wird, und das war in diesem Jahr der Pfingstsonntag.

Was vor allem für Setzlinge das Aus bedeuten kann, ist für ganzjährige Blumen und Sträucher nicht so gefährlich, aber vor allem das Unkraut zeigt den Wetterheiligen die kalte Schulter. Das stand daher ganz im Fokus der Garteneinsatzgruppe um Pfarrer Christoph Wildfang in Arnoldshain. Dort wird zweimal im Jahr an einem Gartentag das Gelände mit dem Pfarrhaus gärtnerisch auf Vordermann gebracht, und das geschah diesmal noch rechtzeitig vor dem Pfingstfest.

Seit vier Jahren sind die Gartentage Brauch und haben schon nachhaltige Wirkung gezeigt. Denn jedes Jahr breiten sich gezielt gesetzte Pflanzen weiter aus und werden sogar umgepflanzt. Außerdem wird der ungezügelte Wuchs von Sträuchern gebremst.

Der Hang zur Straße war einst so bewachsen, erklärte Wildfang, dass man das Pfarrhaus gar nicht mehr sehen konnte. Dagegen wurde erfolgreich vorgegangen, und damit nur wächst, was sich an die gärtnerischen Vorgaben hält, waren unter anderem die Konfirmanden im Einsatz. Unter Anleitung bewährter Kräfte, darunter Ute Annas und Hausmeisterin Ulrike Willing, wurde gerodet, was den Anblick stört, und dazu gehörte vor allem das wilde Brombeergestrüpp am Hang zwischen Gemeinde- und Pfarrhaus. Umso mehr kommen die Rabatte zur Geltung, die vor und hinter dem Pfarrhaus angelegt wurden.

„Ein lichter freundlicher Garten steht auch für die Offenheit des Pfarrhauses“, sagte sein Bewohner. In diesem Sinne ist das Gelände auch für das Sommerfest der Gemeinde zu einem idealen Veranstaltungsort geworden. Das findet am 2. Juli statt, und bis dahin wird sich auch noch der letzte Eisheilige verzogen haben und die Blumenpracht in voller Blüte stehen.

(fms)

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