Skilift am Pechberg in Oberreifenberg

Jetzt fehlt nur noch jede Menge Pulverschnee

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Der erste Schnee unterhalb des Feldbergs ist zu pappig zum Skifahren. Der Probelauf am Skilift in Oberreifenberg war erfolgreich. Erst wenn der TÜV grünes Licht gegeben hat, darf der Schlepplift am Pechberg in Oberreifenberg offiziell in Betrieb gehen.

Wie lange der erste Schnee am Pechberg liegen bleibt, ist fraglich. Zum Skifahren taugt er jedenfalls noch nicht, weil zu wenig und zu pappig. In der vergangenen Saison war die 120 Meter lange Liftanlage am Ortsrand von Oberreifenberg überhaupt nicht in Betrieb. Abgesehen davon, dass es nur einmal richtig geschneit hatte, hatte ein herabstürzender Ast bei der TÜV-Abnahme diese vereitelt. „Da war an Prüfung nicht mehr zu denken“, sagte Michael Fitzner, der am Mittwoch wieder angerückt ist.

Er ist einer von vier Sachverständigen, die beim TÜV Hessen die Fördertechnik unter die Lupe nehmen. „Wir prüfen, ob Aufzüge und Ski- oder Schlepplifte, alles was Menschen befördert – außer Autos – den Sicherheitsbestimmungen entsprechen“, erläuterte er. „Der Lift läuft“, versicherte Inhaber Leonhard Heinz, der mit seinen Helfern die Anlage vorher schon betriebsbereit gemacht hat. Aber ohne jährliche TÜV-Überprüfung läuft hier nichts, darf er damit nämlich keine Personen befördern. Die Kleinschleppliftanlage steht hier seit 1971, seit über zehn Jahren gehört sie Heinz, dem Bio-Bäcker aus Steinbach. In über 40 Jahren sei noch nie etwas passiert. Sein Vorgänger habe lediglich einmal eine Jacke ersetzen müssen, die irgendwo hängen geblieben sei. Trotzdem wäre er den Umlaufbügellift gerne los. Aber bisher hat er ihn vergeblich zum Verkauf oder zur Vermietung angeboten. „Leider will ihn keiner haben“, bedauerte er.

Also macht er weiter und dafür braucht er die TÜV Abnahme. Fitzner hat geprüft, ob die Trasse frei ist und die wesentlichen Technikteile in Ordnung sind. „Vom Seil und den umlaufenden Haltevorrichtungen, an denen sich die Sportler festhalten, darf keine Verletzungsgefahr ausgehen und die Halterungen dürfen sich nicht lösen können“, so Fitzner. Das Treibrad mit Umlenkrolle nahm er unter die Lupe, die Betriebsgeschwindigkeit rechnet er später im Büro anhand der Drehzahl nach. „Da kann ich sehen, ob jemand dran gebastelt hat“, erläutert er. Zum Schluss checkt er, die Isolierung aller stromführenden Teile.

Die mündliche Zusage für den Betrieb, vorbehaltlich noch anstehender Berechnungen hat Heinz inzwischen. „Jetzt müssen wir noch ein paar Schilder schreiben und wir dürfen loslegen“, freute er sich. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit und es fällt bald genügend Ski tauglicher Pulverschnee vom Himmel.

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