Jetzt schließt auch noch die Schmiede

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Als Gastwirte gehen Susanne Millemann und Klaus Vidacovich von Hunoldstal wieder nach Frankfurt zurück. Ab wann und von wem das Gasthaus Schmiede künftig betrieben wird, ist noch offen.

Freundliche Bewirtung und leckeres Essen waren für das Pächterpaar Susanne Millemann und Klaus Vidacovich immer selbstverständlich. Das schätzten auch ihre Stammgäste in der Schmiede und Besucher von größeren Feiern sowie diejenigen, die zu Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerten kamen. Anders könne man keine Gäste gewinnen und halten, wissen die erfahrenen Frankfurter Gastronomen, die es vor acht Jahren in die Feldberggemeinde verschlug.

Sie waren optimistisch, dass das gepflegte Haus, mitten im Taunus, eingebettet in weitläufige Wald- und Wiesenlandschaften, jede Menge Urlaubsgäste, Tagesausflügler, Geschäftsreisende sowie sportive Wanderer und Radler anziehen würde. Aber das Lokal und der große Saal waren nicht immer so gut besucht wie an manchen Wochenenden. Deshalb haben sie nach acht Jahren den Pachtvertrag nicht verlängert.

Jetzt kehren sie Schmitten den Rücken. Nur noch bis zum heutigen Samstag stehen sie in der Hunoldstaler Schmiede in der Küche und hinter dem Tresen. „Wir waren gerne hier und haben es wirklich gerne gemacht“, bedauert Susanne Millemann: „Dass wir von hier weggehen, hat auch damit zu tun, dass die Schmiede zu groß ist, um nur von uns beiden betrieben zu werden.“ Man habe ständig Mitarbeiter dahaben müssen, egal, wie viele Gäste da waren.

„Wenn es voll ist, und es fehlen Mitarbeiter, das ist genauso schlimm, wie wenn sie rumstehen, und es kommt keiner.“ Jetzt wollen die Gastwirte wieder zurück nach Frankfurt und dort ein Restaurant betreiben. Sie gehen davon aus, dass sie in Frankfurt wieder Fuß fassen können, auch wenn es dort inzwischen ebenfalls viele Leerstände gebe. Sie sind sicher, dass sie sich dort mit guter Qualität und einem guten Preis-Leistungsverhältnis durchsetzen.

Wie lange es dauern wird, bis in der Schmiede ein Nachfolger den Betrieb wieder aufnimmt, konnte Eigentümer Peter von Ometzinski nicht sagen. Die von ihm betriebene Pension Feldwies in der Schmiede mit vier Doppelzimmern, zwei Mehrbettzimmern und zwei Ferienwohnungen mit Loggia soll weiterhin durchgehend geöffnet bleiben.

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