Konzertshow in Oberreifenberg

Jetzt sind die 80er Jahre dran

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Mit Chorsätzen von Erfolgshits macht das Singen bei Chorona Reifenberg eine Menge Spaß. Von den musikalischen Zeitreisen in die 50er, 60er und 70er Jahre war auch das Publikum begeistert. Jetzt probt der gemischte Chor für seine nächste Konzertshow. Die Sänger wünschen sich noch ein paar neue Mitstreiter.

Wieder haben sich die Sänger von Chorona Reifenberg ein Stück Musikgeschichte vorgenommen: diesmal das der 80er Jahre. Eingängige Erfolgshits, die geeignet sind für ihre Bühnenshow im Herbst, gab es damals genug. Der auf über 30 Stimmen angewachsene Chor mit Leiter Christian Hauck ist mit seinen Themenprojekten auf Erfolgskurs. Denn immer wieder bleiben Sänger, die eigentlich nur bei einer bestimmten Aufführung im Projektchor mitmachen wollten, im Chor hängen.

Bei einem Probenbesuch wird klar, warum das so ist. Von wegen einfach mal lossingen. Bevor die Stimmen mit Tonleitern geölt wurden, war erst einmal Gymnastik angesagt. Dann lief auch das „Jahahahahahahaaaa“ wie geschmiert – fast. „In der Höhe noch etwas mehr Fläche“, forderte der Chorleiter. Die Sänger wussten, was er damit meinte, und erst, als das richtig klappte, ging es weiter. Dann wurden noch die verschiedenen Zischlaute „F“, „S“ und „Sch“ differenziert, damit man später den Text auch verstehen kann.

Für ihr Herbstkonzert sollen etwa zehn komplett neue Lieder einstudiert werden, darunter „Only You“ von den Flying Pickets, aus der damals neuen deutschen Welle „1001 Nacht“ von Klaus Lage, Nenas „99 Luftballons“, den legendären „König von Deutschland“ und Herbert Grönemeyers „Musik nur, wenn sie laut ist“, aber auch Nummern wie „Afrika“. Für Reinhold Herr, den Vorsitzenden des Männergesangvereins, aus dem die Chorona sich gebildet hat, ist es wichtig, dass das Publikum auch bei dem Repertoire mitgehen kann.

Doch bis es so weit ist, müssen die Sänger noch viel üben. Weil es früh genug ist, können auch noch neue Mitstreiter dazukommen. „Vor allem Männer sind gesucht, die können sich ruhig trauen“, sagte Herr und Hauck schob nach: „Besonders Tenöre sind Mangelware.“ Die waren auch gleich als Einzelstimme bei „Halleluja“ dran. „Das war schon ganz gut, aber ihr dürft nicht so treiben und müsst die Töne mehr aussingen“, korrigierte der Chorleiter. Dem Sopran empfahl er: „Wenn es hoch geht, gut atmen.“ Nach einer halben Stunde kam dann das von den Sängern ersehnte Lob: „Wunderbar, zusammen ist das schon ein richtig gutes Klangbild.“ Da waren aber gerade einmal die ersten Zeilen einstudiert. Für den nächsten Teil, der komplett neu war, sprachen die Sänger erstmal nur den Text. Dann gingen die einzelnen Stimmen besonders schwierige Stellen an. „Jeder Ton ist wichtig und muss später sitzen“, machte Hauck deutlich.

In der Pause gab’s Wasser und Tee für die Stimme, und dann gingen die Sänger ein anderes Stück an. „Ich will die Sänger nicht überstrapazieren“, meinte Hauck. Vor allem brauche es Zeit, um die einzelnen Songs zu verinnerlichen. Bei so akribischer Vorbereitung verspricht das diesjährige Abschlusskonzert des Projektchores wieder tolle Unterhaltung.

Am 8. Oktober heißt es dann „Back to the 80es“. Wer mitsingen will, kann noch einsteigen. Geprobt wird freitagabends um 19 Uhr in der Jahrtausendhalle in Oberreifenberg. Alle Rockfans kommen bereits am 30. April auf ihre Kosten. Dann sucht die Chorona in der Jahrtausendhalle der Taunus-Rock-Karaokestar und lässt es wieder richtig krachen (Lesen Sie dazu auch weiteren Text auf dieser Seite).

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