Die Jugendleitercard und ihre Inhalte

Olaf Parré ist beim Jugendbildungswerk Hochtaunuskreis seit über zehn Jahren Referent bei der Ausbildung von Jugendgruppenleitern. Im Gespräch mit dieser Zeitung berichtete er über die Inhalte,

Olaf Parré ist beim Jugendbildungswerk Hochtaunuskreis seit über zehn Jahren Referent bei der Ausbildung von Jugendgruppenleitern. Im Gespräch mit dieser Zeitung berichtete er über die Inhalte, die es während des Kurses zu vermitteln gilt. Der Erste-Hilfe-Kurs ist für Jugendleiter Pflicht. Aufsichtspflicht und Haftung, Versicherungsschutz und die aktuellen Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes gehören zum Basiswissen. Weil das, sprich die vielen Paragrafen, kaum jemand im Gedächtnis behalten kann, bekommen alle Teilnehmer schriftliche Unterlagen zum Nachlesen und Manifestieren an die Hand. Frontalunterricht ist sowieso nicht Parrés Sache.

Führungskompetenz ist ein wichtiges Thema und das erarbeitet er im Kurs am liebsten in praktischen Übungen. Beispiele für demokratischen und autoritären Führungsstil stellen die Teilnehmer nach einer kurzen Einführung in Rollenspielen dar. Die besprechen sie anschließend und erhalten von den Ausbildern Tipps und Hinweise. Ein ganz wichtiger Aspekt ist für Parré, dass die Jugendleiter schon früh lernen die jeweilige Gruppe einzuschätzen. „Egal wie die zusammengesetzt ist, in jedem Fall fördern Kooperationsspiele den Zusammenhalt“, weiß der Ausbilder. Er achtet immer darauf, dass der Kurs allen Spaß macht. „Mit Erlebnispädagogik gelingt das immer“, weiß der Referent aus Erfahrung und sagt: „Soziales Lernen durch Abenteuer in der Natur kommt immer an.“ Das gleiche gelte für Jonglage-Einlagen zwischen den Einheiten. Das sei gut für das körperliche und das innere Gleichgewicht und lockere auf. evk

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