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Melissa aus der Klasse 4a blättert in der Leporello-Schlange aus ?Natur-Seiten?.

Projekt „Kulturtagjahr“

Jungen und Mädchen erweitern ihren Horizont

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Sieben Jahre lang gab es das „Kulturtagjahr“ an der Grundschule Reifenberg. Jetzt ist das Projekt beendet. Die Grundschule muss sich nun nach einem neuen Profilbaustein umsehen.

Das „Kulturtagjahr“ hat sie inspiriert: Jungen und Mädchen der Grundschule Reifenberg haben sich einmal wöchentlich mit dem Thema Kunst und Natur mit Mitteln der Literatur, der bildenden sowie der darstellenden Kunst beschäftigt. Stets gehört auch ein Besuch des Sinclair-Hauses in Bad Homburg zum Projekt. Höhepunkt ist nach all den Erfahrungen die Erarbeitung einer von professionellen Künstlern geleiteten Abschlusspräsentation. Die laufende Jahrgangsstufe vier kam jetzt noch in Genuss der seit 2011 laufenden Kooperation der Grundschule Reifenberg mit der Altana-Kulturstiftung (inzwischen Stiftung Nantesbuch), die nun beendet ist.

Es sei ein wichtiger Baustein in der Kunstvermittlung der Schule gewesen. „Wir werden jetzt sehen, wie wir diese Aufgabe weiter ausfüllen“, sagte Schulleiterin Anke Gamer, die den letzten Projekt-Schülern nach der Abschlusspräsentation Anerkennung zollte.

Das Thema des Kulturtagjahres 2017/2018 lautete „Horizonte“ und wurde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. „Kindern fällt es leicht, Horizonte zu überspringen“, weiß Nicole Horny, eine der künstlerischen Begleiter. Außer ihr gehörten Axel Schrepfer und Kristina Veit zu den künstlerischen Mentoren für Musik und Tanz.

Und den Grundschülern hat es offensichtlich Spaß gemacht, die „Horizonte“ zwischen den Disziplinen Tanz, Musik, Malerei und Literatur zu überschreiten. So war die Abschlussperformance eine multidimensionale Show, in der Klangbilder, Bewegungsbilder, gemalte Bilder und Sprachbilder ineinander flossen und Horizonte für eigene kreative Ansätze öffneten.

Besonders die Schüler der jüngeren Klassen verfolgten fasziniert das anscheinend einer unsichtbaren Regie folgende Spektakel in der Hochtaunushalle. Die Musikgruppe erzeugte rhythmisch unterschiedliche Klangbilder, welche mit der Dynamik der Tänzer korrelierten. Gemalte Farbkompositionen und Wortkollagen wurden in die Bewegungsbilder einbezogen und wie Transparente dem Publikum präsentiert.

Letztere waren anschließend in einer Ausstellung aus der Nähe zu betrachten und viele weitere Exponate zum Thema Buch und Kunst. Besonders stach eine Leporello-Schlange heraus: Mit den Kanten zusammengebundene A2-Blätter waren in Art einer Ziehharmonika aufgestellt. Die Projektteilnehmer hatten sie mit Motiven zum Thema Natur bemalt.

(fms)

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