Kein Generalverdacht bitte

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Das ist ja nicht verwunderlich, dass UBB-Fraktionschef Bodo Maxeiner mit seiner Vermutung, die Treisberger hätten die UBB-Wahlplakate in dem Schmittener Ortsteil abgerissen, den Unmut der Bürger auf sich gezogen hat.

Das ist ja nicht verwunderlich, dass UBB-Fraktionschef Bodo Maxeiner mit seiner Vermutung, die Treisberger hätten die UBB-Wahlplakate in dem Schmittener Ortsteil abgerissen, den Unmut der Bürger auf sich gezogen hat.

„Wir beklagen, dass Treisberger Bürger in diesem Zusammenhang als Diebe von Wahlplakaten verdächtigt werden“, teilen Robert Bermbach, Helmut Rottenbacher und Christian Schreiter von der BIP Treisberg, die bisher eigentlich durch ihren Kampf gegen die Windkraft auf dem Pferdskopf von sich reden machte, mit.

Die Bürgerinitiative ist nach eigenen Angaben davon überzeugt, dass alle Mitglieder das „unberechtigte Entfernen von Wahlplakaten für verantwortungslos halten, gleichgültig in welchem Schmittener Ortsteil und gleichgültig von welcher Fraktion“. Der Vorwurf, Treisberger Bürger könnten eine Vielfalt im Parlament vertretener Parteien nicht ertragen und wollten durch ein Entfernen der Plakate die Wähler beeinflussen, sei nicht berechtigt. Zumal sich ein Plakat nach heftigem Sturm und Regen unmittelbar neben dem Ständer auf dem Boden befunden habe.

Bodo Maxeiner ist indessen weiterhin verwundert, dass das Phänomen der verschwundenen Plakate ausschließlich in Treisberg zu beobachten ist, während in allen anderen Ortsteilen Sturm und Regen wohl sehr viel zurückhaltender niedergeprasselt sein müssten, denn dort habe es keine Beschädigungen gegeben. „Im übrigen hatten wir das Phänomen in Treisberg auch schon 2011 beobachtet.“ Seinerzeit hätten alle Parteien noch nicht auf den Folienträgern, sondern nur auf Plakattafeln geklebt, was aus Kosten- und Umweltgründen sicherlich auch nützlicher sei. „Auch seinerzeit waren schon die UBB-Plakate besonders beliebt, obwohl sie sich in der Anbringung und Qualität von anderen nicht unterschieden.“

Und was sagt die BIP dazu? Die verspricht nun, die Plakate des UBB im Auge zu behalten, „um festzustellen, wer die Verursacher der Entwendung oder Schädigung“ sind. Zudem erinnert Helmut Rottenbacher daran, dass seinerzeit die ersten BIP-Transparente gegen den Windpark auch beschädigt wurden. „Ich halte es deshalb für berechtigt, dass Sie den Generalverdacht gegen die Treisberger Bürger zurücknehmen.“

(pet)

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