Kleine Forscher probieren und tüfteln eine Woche lang an Projekten

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Wenn Rosinen Karussell fahren, wenn man nach Herzenslust basteln, spielen und sporteln oder fremde Kulturen und Länder sowie die Arbeit der Feuerwehr kennenlernen darf, dann ist Projektwoche.

Einmal nicht stur nach Stundenplan lesen, schreiben und rechnen, das war eine tolle Sache für rund 130 Schüler in der Grundschule in Niederreifenberg. Sie lernten die Schule von einer anderen Seite kennen. Ein Teil der Schüler ging unter die Forscher und versuchte Alltagsphänomene zu ergründen. Kamil aus der 3a wusste, warum ein Ei in einem Glas mit Leitungswasser zu Boden sinkt und in einem Glas mit Salzwasser schwebt. Ist doch klar: Das Salz erhöht die Dichte, Wasser wird dadurch schwerer und hat einen größeren Auftrieb. Wie Rosinen durch Mineralwasser sausen, zeigte Nicklas aus der 4a: Kleine Gasbläschen zogen die Rosinen erst nach oben, zerplatzten an der Oberfläche und die Rosinen sanken wieder nach unten. „Das funktioniert nur, solange das Mineralwasser noch stark sprudelt“, erläuterte der junge Forscher. Warum Schiffe schwimmen, lernten etliche Schüler beim Nachbauen. Im Feuerwehrprojekt erfuhren die Schüler, was zu beachten ist, wenn es brennt oder Hilfe in anderen Notlagen gebraucht wird.

Kreativität war beim Filzen gefragt. Und gleich zweimal stand Afrika auf dem Programm. Bei dem einen Projekt beschäftigten sich die Schüler ausschließlich mit den Tieren des schwarzen Kontinents. Im anderen wurde getöpfert und getrommelt. Spätestens nach einer Woche, in der sie viel über das Leben in Indien erfuhren, mit vielen Gewürzen gekocht, Zeremonien mit Räucherstäbchen abgehalten, alle Mitschüler und Lehrer mit dem traditionellen Stirnzeichen ausgestattet hatten, hieß es nicht nur für die Teilnehmer des Projektes: „I love Indien“.

Im Indianerprojekt haben die Kinder Traumfänger gebastelt und von den Rothäuten überlieferte Spiele ausprobiert. Ob die Spiele der Kinder in Bullerbü von Kinderbuchautorin Astrid Lindgren ebenfalls erfunden wurden, war den Mädchen und Jungen egal. Sie hatten offensichtlich genauso viel Spaß wie die Teilnehmer in der Gruppe Spiel-Sport und Spaß, in der, entsprechend dem Schulprofil Bewegung im Vordergrund stand. Und dann war da noch die Schülerzeitung. Was ihre Mitschüler in den anderen Gruppen alles auf die Beine gestellt hatten, wurde von den jungen Reportern in Texten und Fotos auf 15 Seiten festgehalten. Viele Eltern, die sich zum Abschluss der Projektwoche die entstandenen Ergebnisse, anschauten, erwarben zur Freude von Schulleiterin Anke Gamer eine Zeitung. Der Erlös von 156 verkauften Exemplaren und einige Spenden kommen dem Nepalprojekt der Schule zugute.

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