Grillplätze der Gemeinde

Kommunale Roste

Wer im Apfeldorf grillen will, braucht in der Hochsaison ein besonderes Privileg: Er muss Einwohner Wehrheims sein. Nur dann darf er auf einen der öffentlichen Grillplätze. Die Nachfrage ist jedoch gar nicht so groß.

Von Tatjana Seibt

Sommerzeit ist Grillzeit. Und dieses Wochenende ist dazu wieder eine besonders gute Gelegenheit. Was aber tun, wenn der heimische Balkon zu klein, der eigene

Garten für die ganzen vielen Gäste zu eng ist?

Sofern denn eine richtig große Party geplant ist, gibt es in Wehrheim in jedem Ortsteil einen eigenen Grillplatz. Und die dienen nicht nur Privatpersonen, sondern oftmals auch Vereinen als Möglichkeit, im Freien unbeschwert zu feiern. Speziell in den Sommermonaten. Und noch spezieller, wenn man aus Wehrheim kommt.

Denn nur diejenigen, die in der Gemeinde wohnen, haben von Juni bis August das Recht, die Plätze bei der Gemeinde zu mieten. Nicht ortsansässige Grillmeister haben da keine Chance. „Das ist ein Beschluss des Gemeindevorstands“, erläutert Elvira Rasch, die sich bei der Gemeinde um die Vermietung der Grillplätze kümmert.

Immerhin: Im Mai und im September kann jeder Interessierte die Plätze anmieten. Ende September ist die Saison dann gelaufen.

Für den Geldsäckel der Gemeinde bedeutet diese Regelung auch, im Zweifelsfall auf Geld zu verzichten. Denn selbst wenn die Grillplätze in den vier „heißen“ Monaten nicht von Wehrheimern gebucht wurden, kommen Auswärtige an freien Terminen nicht zum Zuge. Beschluss ist Beschluss.

Auswärtige haben also nur in den beiden Monaten Mai und September die Möglichkeit, in Wehrheim den Rost heiß zu machen. Dabei gehört gerade der Obernhainer Grillplatz zu den besonders beliebten im Apfeldorf. 21-mal ist der in dieser Saison bislang gebucht worden, und noch ist die nicht rum.

„Vor allem, wenn Spaziergänger von außerhalb gen Hessenpark wandern, sehen sie, wie schön der ist und fragen hier nach“, weiß Rasch.

Bis zu 30 Personen dürfen dort feiern, mehr geht nicht. Beliebt ist der Platz in Obernhain vor allem deshalb, da ein Spielplatz angrenzt.

Auf Platz zwei der beliebten Grillplätze folgt Wehrheim. Acht Mal wollten dort in diesem Jahr Gruppen feiern. Deutlich weniger, aber immer noch mehr als in Friedrichsthal und Pfaffenwiesbach. So gab es bislang nur zwei Anmeldungen in Friedrichsthal – „obwohl der auch sehr schön ist“, weiß Rasch – und vier in Pfaffenwiesbach.

Der Bauhof ist wöchentlich auf den Plätzen unterwegs, um nach dem Rechten zu sehen und bei Bedarf auch die Hinterlassenschaften der illegalen Nutzer zu beseitigen. „Das bekommen wir als Gemeinde immer dann mit, wenn uns die Anwohner informieren, dass dort wieder Leute abends waren, die den Platz nicht gemietet hatten“, sagte Rasch. Die illegalen Nutzer seien durchaus ein Problem, dem aber nur schwer beizukommen sei. Verwüstungen gebe es auch immer mal wieder. Bis dato hielten sich die aber in Grenzen.

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