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Bürgermeister-Assistentin Roswitha Brenner und Bürgermeister Klaus Hoffmann haben den Hotspot Rathaus gleich ausprobiert. Christopher Mandt (von links) von der Betreiberfirma Nexiu war dabei.

Dritter Hotspot kommt

Kostenlos ins Netz

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Mit öffentlichen Hotspots steht dem Gast im Waldschwimmbad bald kostenloser Netzzugang zur Verfügung. Im Bereich Rathaus und Bürgerhaus funkt es schon.

„Nexiu Hotspot for free“ – wer in der Stadt unterwegs ist, kann zurzeit schon im Bereich zweier markanter Standorte und demnächst noch an einer weiteren Stelle auf der WLAN-Liste, die sein Handy, Tablett oder Notebook anzeigt, den „nexiu-hotspot“ finden und darüber kostenlos ins Netz gehen. Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) stellte zusammen mit dem Nexiu-Geschäftsführer Christopher Mandt das Service-Projekt vor, das die Wehrheimer Firma mit der Stadt gerade umsetzt.

Am Rathaus funktioniert es schon, am Bürgerhaus auch, und als dritter Hotspot soll das Waldschwimmbad im April hinzukommen. Das heißt, Bürger, die sich im Bereich der Hotspots aufhalten, haben zeitlich beschränkten freien Zugang zum Internet.

Nexiu bietet eine Stunde am Tag gratis, und Mandt unterstrich, dass es sich um eine echte Stunde handelt. Bei Surfpausen bleibt die Uhr also stehen und läuft erst wieder weiter, wenn der Nutzer erneut online ist. Und danach? Neben dem Button „nexiu-hotspot for free“ gibt es auch einen Anmeldebereich, und über den kann man Zeit hinzu buchen. Relativ günstig, wie Bürgermeister Hoffmann meinte.

„Auch die Stadt zahlt für diesen Service nichts“, so Hoffmann, denn als Kommune mit der Pflicht zur Haushaltskonsolidierung komme eine solche Ausgabe gar nicht in Frage. Nexiu finanziere das Angebot.

Das Thema „Freie Hotspots in Städten“ beschäftige, so Hoffmann, auch den Hessischen Städtetag, und der habe ermittelt, dass die überwiegende Zahl befragter Städte in einem kostenlosen Hotspot-Angebot einen großen Mehrwert sowohl für den städtischen Tourismus als auch im Rahmen der Wirtschaftsförderung sehen. Es gebe auch schon viele Kommunen, die freien öffentlichen Zugang anbieten, aber: „Die sind alle mit einem Provider unterwegs“, so der Bürgermeister, denn eine Stadt könne die Verantwortung für den Aufbau und vor allem den Betrieb eines solchen Netzes nicht übernehmen. In diese Bresche springen Telekommunikationsunternehmen, die auch bei juristisch relevantem Missbrauch der Zugänge in der Pflicht sind.

Die Nexiu GmbH aus Wehrheim ist im Hintertaunus bereits in einigen Kommunen Betreiber von Hotspots, etwa in Wehrheim, und sie ist ebenso in der Region mit dem Auf- und Ausbau der Breitbandversorgung in der Fläche aktiv.

Die Hotspots sind eine Alternative zum Mobilfunknetz, das zwar ebenfalls den Internetzugang ermöglicht, aber in der Fläche auch noch weiße Flecken aufweist, und Mandt weist noch auf einen weiteren Vorteil des eigenen Hotspot-Konzeptes hin, denn bei diesem ist zwar die Zeit begrenzt, aber das Datenvolumen nicht.

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