Amphibien-Nachwuchs in Neuweilnau

Kröten gerettet – Laich tot

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Die Umweltschützer der Agendagruppe haben ein neues Projekt in Planung: ein Schwalbenhaus. Doch dafür fehlen noch die Zuschüsse.

Kürzlich trafen sich die Mitglieder der Agenda Umwelt wieder. Dabei berichtete der Vorsitzende Albrecht Cromm, dass die große Amphibiensammelaktion inzwischen abgeschlossen ist und dabei 1141 Tiere sicher über die Straße hin zu ihren Laichplätzen gebracht wurden.

Leider sei momentan kein Laich mehr zu sehen. Allerdings seien auch keine Kaulquappen da. Die Gruppe befürchtete, dass sämtlicher Laich abgestorben sei, was eventuell durch einen Virus verursacht sein könnte. Cromm lobte aber die gute Mitarbeit beim Einsammeln der Amphibien. Der Zaun sei an der Ziegelhütte abgebaut und im Emmershausener Raum „entschärft“ worden. Dort werde der mobile Zaun lediglich hochgeklappt und bleibe das ganze Jahr über stehen, berichtete Cromm. Die nächste Aktion dreht sich um einen neuen Amphibienzaun am Usinger Meerpfuhl gleich hinter Merzhausen. Dafür hat die Agendagruppe Umwelt bereits zweckgebundene 6500 Euro vom Regierungspräsidium erhalten. „Damit werden wir jetzt nach der Krötensaison 2016 beginnen, aber erst mal nur talseits“, erklärte Thomas Götz vom Forstamt Weilrod. Der Zaun werde aus alten Leitplanken von einer Fachfirma installiert. Götz wies darauf hin, dass ein Spezialzaun sehr teuer sei und man sich daher auf dieses verzinkte Material geeinigt habe. Zwei Angebote liegen dem Präsidium inzwischen für die Montage vor. Danach wird die Straßenmeisterei mit geeignetem Material den Amphibienzaun anböschen, so dass von der Straße aus nichts zu sehen sein wird. Das habe den zusätzlichen Vorteil, dass bei einem eventuellen Sturz für Motorradfahrer keine Gefahr bestehe, betonte Thomas Götz.

Die Agendagruppe ist bei diesem Projekt für die Demontage des derzeitigen maroden Holzzauns verantwortlich, was am Samstag, 21. Mai, ab 9 Uhr geschehen soll. Dafür werden noch Helfer gesucht. Kröten sammeln müsse man prinzipiell dort nicht, da die Tiere in Röhren weitergeleitet würden, erklärte Thomas Götz.

Ein weiteres neues Projekt soll der Bau eines Schwalbenhauses werden. Dafür werden jetzt Fördermittel gesucht. Eine Möglichkeit wäre die Umweltlotterie „Genau“, bei der es im Falle des Gewinns 5000 Euro gibt. Thomas Götz schlug auch die Biodiversitätsstrategie vom Hessischen Umweltministerium vor, ein neues Umweltprogramm, das für spezielle Projekte Fördermittel auszahlt. Nicht gleich ein Schwalbenhaus, dafür aber Schwalbennester werden die Kindergartenkinder in Rod demnächst zusammen mit Albrecht Cromm bauen, berichtete er. Übrigens sind diese natürlichen Schwalbennester bei der Agenda-Umweltgruppe gegen eine Spende zu haben.

Eine Umwelt-Ferienspiel-Woche wird es auch wieder in der letzten Sommerferienwoche geben. Die Planungen dazu laufen bereits. Das nächste Treffen der Gruppe findet am 27. Juni ab 19.30 Uhr in der Espa-Bar in Neuweilnau statt.

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