Kulturforum kann am Ende nicht überzeugen

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Die Hoffnung war groß und die Enttäuschung dürfte es auch sein. Auf dem Siegertreppchen in der Hessischen Staatskanzlei, wo die Preisträger des 6.

Die Hoffnung war groß und die Enttäuschung dürfte es auch sein. Auf dem Siegertreppchen in der Hessischen Staatskanzlei, wo die Preisträger des 6. Hessischen Demografiepreises Aufstellung genommen hatten, war kein Platz mehr für den Männergesangverein Liederkranz.

Der MGV hatte sich mit seinem Kulturforum um den Preis beworben, musste sich aber mit einem „Anerkennungspreis“ von lediglich 500 Euro begnügen. Axel Wintermeyer (CDU), Staatsminister und Demografiebeauftragter des Lan-des, zeichnete jetzt dem Urteil der Jury entsprechend das Landarztnetz Lahn-Dill aus Wetzlar mit dem ersten Preis aus. Preisgeld 10 000 Euro. Silber (6000 Euro) ging an das „NETWORK waldeck|frankenberg“, Bonze (4000 Euro) an das Hofgeismarer Projekt „Jung hilft Alt“. Anerkennungspreise erhielten außer dem MGV Liederkranz auch noch die Aktion „Gemeinsam für die Jugend“ in Vöhl sowie das „Kutscher Hus“ in Vöhl-Basdorf.

Der Hessische Demografie-Preis wird seit 2010 verliehen. In diesem Jahr hatten sich 52 Initiativen beworben, die sechs Finalisten waren zur feierlichen Verleihung nach Wiesbaden eingeladen, darunter auch der Vorsitzende des MGV Liederkranz, Clemens Gattinger. Wintermeyer hatte sich das Kulturforum im Rahmen seiner Sommerreise bereits im August angeschaut und sich von dem Konzept durchaus beeindruckt gezeigt. Es fördere das generationenübergreifende dörfliche Miteinander, die Identifizierung der Menschen mit ihrem Umfeld, ein „Vorzeigeprojekt von landesweiter Signalwirkung“, hatte der Minister geurteilt.

(as)

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