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Der lange Weg zum künstlichen Grün

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Von: Dieter Hintermeier

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Das Wappen der neuen Spielgemeinschaft.
Das Wappen der neuen Spielgemeinschaft. © Dieter Hintermeier

Die Wehrheimer und Pfaffenwiesbacher Fußballer wollen endlich auf Kunstrasen spielen und trainieren. Denn die bestehenden Plätze lassen sich nicht ganzjährig bespielen. Das Projekt nimmt langsam Fahrt auf. Bis zum Baubeginn dauert es aber noch.

Gerhard Strohmann hat schon an einigen Stellschrauben gedreht. Denn Strohmann, Vorstandsmitglied und Jugendleiter der TSG Pfaffenwiesbach, weiß, dass ein Kunstrasen dringend erforderlich ist, damit auch in Zukunft der Fußball in der Großgemeinde wettbewerbsfähig ist (TZ berichtete).

Strohmann nennt auch die Gründe. „Seit vergangenem Jahr gibt es eine Jugendspielgemeinschaft zwischen der TSG Wehrheim und der TSG Pfaffenwiesbach. In diesem Jahr ist eine Spielgemeinschaft der Senioren noch dazu gekommen. Aufgrund der vielen Mannschaften brauchen wir geeignete Trainings- und Spielmöglichkeiten“, erläutert er. Zwar verfügten beide Verein über jeweils zwei Rasen- und Hartplätze. Doch die seien nicht dauerhaft bespielbar.

Deshalb machen Strohmann und sein weiteres Team um die Abteilungsleiter der beiden Vereine, Volker Ketter und Michael Bauer, Dampf. Die Kosten für den Kunstrasenplatz würden sich auf rund 670 000 Euro belaufen, hat Strohmann ausgerechnet. Dabei könnte sogar die Kirdorfer Sportanlage am Wiesborn als Vorbild dienen. In dem Bad Homburger Stadtteil gibt es nämlich gleich zwei Kunstrasenplätze: einen kleinen Platz für Spiele auf dem Kleinfeld und einen Platz mit den regulären Ausmaßen eines Fußballfeldes.

In Pfaffenwiesbach ließe sich das nach Ansicht von Strohmann ebenfalls so umsetzen. „Auch die TSG verfügt über einen kleinen Hartplatz, der zu einem Kleinfeld-Kunstrasenplatz umgebaut werden kann“, so der TSG-Vorstand. Und der bisherige Pfaffenwiesbacher Rasenplatz wird zu einem Geläuf für die Kicker aus Kunstrasen.

Auch bei der Gemeinde Wehrheim ist der Kunstrasen in Pfaffenwiesbach Thema. „Im Haushalt für das Jahr 2015 wurde ein Teilbetrag von 120 000 Euro eingestellt, ein weiterer Betrag in Höhe von 350 000 Euro wurde im Investitionsprogramm in 2016 eingestellt, so dass auch frühestens 2016 mit einem Baubeginn gerechnet werden kann“, erklärt Bürgermeister Gregor Sommer (CDU).

Derzeit würden Gespräche mit den zuständigen Vertretern der TSG Pfaffenwiesbach geführt und über die weitere Vorgehensweise beraten, so der Rathauschef weiter. Die Anmeldung des Projekts beim Sportbund sei inzwischen vorgenommen worden.

Mit Zuschüssen vom Kreis können die Projektplaner in Pfaffenwiesbach nicht rechnen. „Leider sind im Haushalt keine Mittel zur Finanzierung von Baumaßnahmen der Vereine eingestellt“, erklärt Sprecherin Andrea Nagell.

Neben der schriftlichen Anmeldung der TSG Pfaffenwiesbach über den geplanten Bau eines Kunstrasenplatzes sei der Kreis „auch gesprächsweise“ darüber informiert worden, dass auch der TV Burgholzhausen und auch der SV Seulberg die Errichtung eines Kunstrasenplatzes planen. Weitere Fördermöglichkeiten beim Bau von Kunstrasenplätzen, so Nagell, gebe es über das Hessische Ministerium des Innern und für Sport.

Dass die Wehrheimer Sportvereine auch Hallenbedarf anmelden, ist Rathauschef Sommer auch bekannt. Vor allem im Hinblick darauf, dass Kapazitäten nach dem Umzug der Heinrich-Kielhorn-Schule bald frei werden. „Die Gespräche mit dem Kreis wurden und werden geführt. Letztlich muss eine für alle Seiten, also für Kreis, Gemeinde und Vereinsseite, tragbare Lösung gefunden werden.“

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