LESERMEINUNG

Die Bürger wurden nicht gefragt Zu unserem Artikel „Luft nach oben“ (TZ vom 15.

Zu unserem Artikel „Luft nach oben“ (TZ vom 15. Februar) erhielten wir folgenden Leserbrief:

Die CDU nimmt Stellung zu dem umstrittenen Windrad auf dem Treisberg. Ihr Anwalt ist der Meinung, dass der Vertrag mit dem Investor rechtskräftig ist. Ich meine, die CDU macht es sich hier zu leicht. Vielleicht sollte sie ihren Anwalt mal auf den neuesten Stand der Erkenntnisse bringen. Die FWG hingegen sieht, dass der Gemeinde aus mehreren Gründen ein besonderes Kündigungsrecht zusteht.

Weiter heißt es bei der CDU: Für die Zukunft würde „solch ein Vorhaben nicht mehr gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung umgesetzt“. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass das Vorhaben damals gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt wurde? Eigentlich schlimmer noch:

Die Bürger

wurden erst gar nicht gefragt, was sie von Windrädern halten! Weiter beklagt die CDU: „Bürgerinitiativen gründen sich leider immer erst, wenn die Beschlüsse schon gefasst sind.“ Und warum? Weil die Bürger nicht vor wichtigen Beschlüssen informiert wurden.

In Schmitten führen diese Versäumnisse jetzt dazu, dass nicht nur Bürgerinitiativen, sondern jetzt auch eine neue Wählergemeinschaft gegründet wurde, die „b-now“. Sie wirbt damit, die Bürger künftig vor wichtigen Beschlüssen zu informieren. Sie muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass sie auch in die Pflicht genommen wird, wenn sie ins Schmittener Parlament einzieht. Ich meine, die „b-now“ sollte eine Chance bekommen, dies zu beweisen.

Günther Haushahn

Schmitten

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