Maxeiner (UBB) geht in den Gemeindevorstand

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Intern sind die Personalfragen weitestgehend geklärt. Spannend bleibt, ob die beiden kleinsten Fraktionen im Gemeindevorstand vertreten sein werden.

Was sagt eigentlich die CDU zur möglichen Koalition mit der FWG? Julia Krügers bleibt dabei: „Wir sprechen mit allen und halten uns an die Absprachen, während der Verhandlungen nichts nach draußen dringen zu lassen.“

Mit dem bisherigen Bündnispartner UBB gab es noch keine Gespräche, wie Bodo Maxeiner zugab. Er wartet auf Gesprächsangebote: „Wir lassen die großen Fraktionen auf uns zukommen.“ Maxeiner ist nicht sicher, ob die CDU Juniorpartner der FWG sein wolle. Auch kann er sich vorstellen, dass für die knappe FWG-CDU-Mehrheit noch ein Mehrheitsbeschaffer gesucht werde, weil ja bei einer Abstimmung immer mal jemand fehle.

Eine überraschende Nachricht: Maxeiner wird den Fraktionsvorsitz an Peter Bös abgeben und künftig seine Erfahrungen im Gemeindevorstand einbringen. Diesen Generationenwechsel habe der UBB schon ein halbes Jahr vor der Wahl besprochen.

Die b-now ist zwar drittstärkste Kraft, aber ihr künftiger Fraktionsvorsitzender Christian Schreiter, der Ralph Bibo den Platz im Gemeindevorstand überlässt, bedauert, dass die Gespräche nur langsam und zäh anlaufen. Bisher habe man nur mit einer politischen Gruppierung an einem Tisch gesessen.

Das ist auch bei der FDP der Fall, wie der bisherige und künftige FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Uwe Ewerdwalbesloh mitteilte. Ein Koalitionsgespräch könne man das nach dem Ausgang der Wahl nicht nennen. Um Formalien sei es gegangen, denn es sei politisch die Repräsentanz auch der beiden kleinen Parteien im Gemeindevorstand, dem eigentlichen Regierungsgremium, anzustreben. Schon wegen der Transparenz. „Wie kommt man mit Anstand in den Gemeindevorstand?“, sei die entscheidende Frage für die FDP. Wenn der Ältestenrat eine Erweiterung des Gemeindevorstands ablehne, könne die FDP dort nur noch über eine sogenannte Listenverbindung mit einer anderen Gruppierung einen Sitz bekommen. Den werde dann Bernd Pfister übernehmen. „Aber die FDP muss überlegen, ob man den Appendix darstellt gegen einen politischen Preis, der dafür zu zahlen wäre.“

Auf die SPD sei noch niemand zugekommen, ließ Roland Wilfing verlauten, der wieder den Fraktionsvorsitz übernehmen und den bisherigen Kurs „nicht parteitaktisch, sondern sachorientiert“ verfolgen wird. Ob die SPD doch einen Sitz im Gemeindevorstand erhalte, bleibe abzuwarten. Wenn dies der Fall sei, werde den wieder Karl-Heinz Pflüger besetzen. Da Ilona Fritsch-Strauß bis 18. April im Urlaub ist, ist offen, welche Rolle die Grünen spielen wollen.

(evk)

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