+
Dolores Saul (links) spricht mit Carola Maziol über ihre Bilder und erläutert ihre Arbeitsweise.

Rathaus in Wehrheim

Meeres-Impressionen im Rathaus

  • schließen

Dolores Saul liebt es, am Strand zu sitzen und den Wellen zuzuschauen – am liebsten den hohen Wellen vor Hawaii oder an der Küste Argentiniens.

Dolores Saul liebt es, am Strand zu sitzen und den Wellen zuzuschauen – am liebsten den hohen Wellen vor Hawaii oder an der Küste Argentiniens. Hier ist ihre Mutter geboren, und sie hat ihr sicher ein Stück Liebe zum Land, und zum Meer vor der Küste mit auf den Lebensweg gegeben.

Aber fast noch mehr als das Meer mit den Augen zu genießen, fasziniert es sie, Eindrücke des türkisblauen Meeres in Pastellkreide realitätsnah auf Papier zu bannen. Nicht direkt, mit der Staffelei am Meer sitzend, sondern zu Hause, nach Skizzen, Farbmustern oder Fotografien. „In der Natur wechseln die Lichtverhältnisse ständig, da ist es schwer ein Bild zu malen“, erklärte die Künstlerin bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Rathaus. Sie begrüßte die ersten Besucher mit den Worten „E komo mai“, dem hawaiianischen Willkommensgruß. Die Künstlerin gab einen Einblick in ihre Malerei, die ihre Leidenschaft zum Meer nahezu in jedem Bild zum Ausdruck bringt. Ihre Werke sind nach Motiven aus Argentinien, der Ostsee, der Karibik, den Malediven und von Hawaii entstanden. Sie drücken ihre Begeisterung am Meer aus, die sie mit ihren Mitteln, der Malerei, weiter geben möchte. Fast meint der Betrachter die Meerluft zu riechen, das Salz zu schmecken, das Farbenspiel zu sehen, die Sonne auf der Haut und den Sand unter den Füßen zu spüren, so real wirken die Bilder. Hohe Wellen treiben weiß schäumende Gischt vor sich her, und ein Surfer, der wie ein kleiner Punkt in der meterhohen Welle wirkt, zieht den Betrachter in seinen Bann.

Grün schillernd erhebt sich ein Strudel aus dem gewitterdunklen Meer, und dem feuchten Nebel des Wasserfalls kann man kaum entrinnen. Dolores Saul verbindet mit allen Gemälden Erinnerungen, eine besondere mit dem Werk: „Ho’okipa Beach by night“. An die unzähligen Meeresschildkröten, die bei Dunkelheit dem Meer entstiegen, um zu ihrem Laichplatz zu wandern, aber auch an den ersten Platz im „Get-Dusty-Wettbewerb“ der Pastelguild of Europe, der sie angehört. Sie malt jedoch nicht nur, um andere und sich mit den Ergebnissen zu erfreuen, für sie ist das Malen Entspannung und Besinnen auf sich selbst. Es vergeht daher kaum ein Tag, an dem sie die Kreide nicht in der Hand hat. Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) freute sich bei der Vernissage, dass die Bürger bis zum 28. Mai diese Kunst genießen können, auch wenn sie eigentlich nur einen Pass verlängern möchten.

(mai)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare