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Jetzt aber los: Auch das schnelle Verlegen eine Schlauchstrecke gehört zu der Stadtmeisterschaft der Jugendwehren.

Jugendfeuerwehr

Michelbach holt zum 7. Mal den Pokal der Stadtjugendmeisterschaften

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Wer dachte, dass durch den Wechsel einiger Michelbacher in die Einsatzabteilung bei den Stadtjugendmeisterschaften vielleicht mal wieder ein anderer Stadtteil auf dem Siegertreppchen stehen würde, der hatte sich gründlich getäuscht. Denn am vergangenen Samstag haben die Michelbacher ihren fulminanten Serienerfolg der vergangenen Jahre fortgeschrieben.

Chapeau! Sie haben es wieder geschafft. Bei den Stadtmeisterschaften der Jugendfeuerwehr gingen die Michelbacher am vergangenen Samstag erneut als Sieger nach Hause. Der einzige Unterschied zu den Vorjahren: Sie bildeten ein gemischtes Team mit Jugendlichen aus Kransberg. Davon wiederum erhofften sich die Mitstreiter aus den übrigen Stadtteilen vielleicht noch zu Beginn einen kleinen Vorteil, der die stets erfolgreichen Michelbacher in diesem Jahr zu Fall bringen würde. Doch weit gefehlt. Mit 1320 Punkten holte sich die Mannschaft Michelbach-Kransberg den Siegerpokal.

Die Gesichter wechselten zwischen Unglauben und purer Freude bei der Siegerehrung, als die endgültigen Gewinner schließlich bekanntgegeben wurden. Für Michelbach ist es der siebte Sieg in Folge unter der Leitung von Jugendwartin Jessica Deusinger.

War das Team im vergangenen Jahr noch komplett, hatten bereits vor der Meisterschaft Jugendliche die hellblaue Uniform der Jugend gegen die dunkelblaue der Einsatzabteilung getauscht. Damit dürfte bei manchen die Hoffnung auf einen Wechsel auf dem Siegerpodest aufgekeimt sein, dass sich nach den vielen Jahren des Sieges in Folge vielleicht ein neuer Name an der Spitze etablieren kann. Womit wohl niemand direkt gerechnet hatte, war die hervorragende Zusammenarbeit des gemischten Teams.

„Gerade die Schnelligkeitsübungen machen sehr viel aus“, erklärte Stadtjugendwart Bastian Scholz, der mit mehr als 14 Helfern die Meisterschaft organisiert hatte.

Fünf Stationen galt es bei etwa 26 Grad Außentemperatur zu absolvieren. Dabei zeigte sich das hohe Maß an Disziplin, das die Jugendlichen allesamt an den Tag legten. „Für die Jugendlichen ist es auf der einen Seite Spaß, auf der anderen Seite haben sie auch Ehrgeiz, den Wettkampf gewinnen zu wollen“, sagte Bastian Scholz. Das Üben von Knoten, Stichen, Erster Hilfe und den Löschangriffen sowie Fragen rund um die Feuerwehr und Allgemeinbildung gehören seit vielen Jahren zu den Routine-Stationen bei der Stadtmeisterschaft. Auch ein Grund, warum sich die Jugendlichen in ihren wöchentlichen Übungsstunden darauf vorbereiten können.

Die Meisterschaft sei dann wiederum der Moment, an dem sie zeigen können, was sie draufhaben. Allerdings, das zeigte sich ebenfalls, „ist das nicht nur eine Leistungsabfrage dessen, was die Jugendlichen können, sondern indirekt auch der Jugendwarte“, schilderte Scholz. Grundsätzlich würden die Jugendwarte nicht nur vom Wehrführer, sondern auch von der Kreisjugendfeuerwehr unterstützt. Zusätzlich gebe es verschiedene Ausbildungsmodule, „in denen die Jugendwarte lernen, wie sie mit den verschiedenen Situationen umgehen und aus den unterschiedlichen Charakteren ein Team machen“.

Schwierig sei das gelegentlich, wenn sich Gruppen durch den Wechsel in die Einsatzabteilung erst neu zusammenfinden müssten.

Mit dem Leistungsniveau der Jugendlichen zeigte sich Scholz allerdings sehr zufrieden. Und das nicht nur, da seine eigene Mannschaft aus Kransberg Platz zwei und Merzhausen wieder den dritten Platz belegte. Letztere konnten allerdings das obligatorische Tauziehen für sich entscheiden. Alle Mannschaften hätten sich nicht nur gut geschlagen, sondern seien auch auf einem guten Ausbildungsstand.

Wenn Usingen als zentraler Stützpunkt auch gerne für Ausbildungen genutzt wird, dann wird hinter vorgehaltener Hand bereits darüber spekuliert, ob nicht vielleicht auch in Michelbach ein neuer Ausbildungsstandort entstehen sollte, nämlich der für die Jugend. Beste Beispiele für leistungsstarke Ergebnisse in der Jugend gibt es derzeit ja genug.

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