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Schnupperunterricht: Wiesenau-Schülerin Lea beschäftigt sich mit Schulhündin Leyla.

Adolf-Reichwein-Schule

20 Minuten mit Schulhund Leyla

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Rund 200 Grundschüler haben den Schnuppertag der Adolf-Reichwein-Schule besucht. Die Schüler aus dem ganzen Usinger Land sahen sich an der Integrierten Gesamtschule um. Der Besuch soll ihnen die Entscheidung für eine weiterführende Schule erleichtern.

„Es gibt viele gute Schulen im Hochtaunuskreis, da muss man sich positionieren“, sagte der stellvertretende Schulleiter der Adolf-Reichwein-Schule (ARS), Michael Stanzel. Keine Frage, dass er seine Schule zu den besten zählt: „Wir haben ein gutes Angebot und neue tolle Gebäude“, führt er pauschal zwei Punkte an.

Zum Positionieren gehört neben dem Tag der offenen Tür auch der Schnuppertag für Grundschulkinder, zu dem er am Dienstagmorgen zusammen mit Stufenleiterin Janine Walz rund 200 Kinder in Empfang nahm. „Die Grundschüler sollen schon einmal Schulalltag in einer weiterführenden Schule kennenlernen“, so Stanzel weiter. Zwar bekämen Schüler und Eltern auch am großen Informationstag einen guten Einblick in die Strukturen der Schule und die Gebäudeanlage, aber: „Was wir heute anbieten, kann ein Tag der offenen Tür nicht leisten“, erklärte Stanzel.

Denn der Schnuppertag sei eine

Aktion der Grundschulen

und deshalb nicht freie Entscheidung der Eltern. „Wir haben alle Grundschulen eingeladen, mit denen wir ohnehin schon zusammenarbeiten“, und so warteten Stanzel, Walz, Lehrer und die Mentoren auf rund 200 Grundschüler, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden.

In der Aula wurden sie nur in Empfang genommen und zogen dann mit den Schülern zu den verschiedenen Stationen. Die erste Stuhlreihe war kaum besetzt, da standen die Schüler auch schon wieder auf und folgten Schülerin Clara Mohr. Allein die Größe der Schule war für viele Grundschüler schon eine neue Erfahrung. Auch für die Schüler der benachbarten Grundschule an der Wiesenau.

„Nur zum Sport waren wir schon hier“, sagten zwei Schülerinnen auf dem Weg über den Schulhof, immer der Mentorin hinterher. Es ging um einige Ecken, wie über einen kleineren Hof, eine Treppe hoch, dann noch in das obere Stockwerk des Klassengebäudes und in einen Klassenraum. Was sie dort erwartete, kannte auch noch keiner: „Willkommen bei Schulhund Leyla!“, stand auf der Tafel und als Unterschrift der Abdruck einer Hundepfote. Dagmar Steinmetz, die Schulseelsorgerin, hat es wohl für Leyla angeschrieben, obwohl die schwarze Labrador-Retriever-Hündin einige Fähigkeiten beherrscht, mit denen sie die Gastschüler zum Staunen brachte. Lesen kann sie beispielsweise, oder nicht? Zumindest setzte sie sich hin, als Steinmetz ein Schild mit der Aufschrift „Setzen!“ hochhielt.

Schnell kamen die Kinder aber dahinter, wie die Kommunikation zwischen Mensch und Tier tatsächlich abläuft, nämlich mit Gesten, und sie durften es auch selbst versuchen. Sie erfuhren aber nicht nur viel über den Schulhund und seine Aufgaben, sondern auch über die Aufgaben der Seelsorgerin, die sich als Ansprechpartnerin bei Problemen anbot, die man nicht mit dem besten Freund oder der besten Freundin besprechen könne.

Nach knapp 20 Minuten schaute Clara Mohr auf die Uhr und gab Zeichen zum Aufbruch. Leyla verschwand in ihrer Box, die Kinder aus der Klasse und jetzt führte sie ein langer Weg in die naturwissenschaftlichen Räume des Altbaus, zur zweiten Station des Vormittags. Hier wurde gerade eine andere Gruppe entlassen und Lehrerin Ulrike Rockstroh begrüßte die neue Gruppe und wies sie ein. „Hier wird experimentiert“, erklärte sie und ordnete die Ankömmlinge ihren Schülern zu. Wie sich verschieden geformte Körper im Wasser verhalten, sollte untersucht werden und dazu standen die Mittelstufenschüler bereit, erklärten die Aufgabe und führten das Experiment mit den Gästen durch.

An zahlreichen weiteren Schnupperstationen lernten die Grundschüler so einiges aus den Fächern, von Mathe, über Deutsch bis zu den Naturwissenschaften, aber vor allem lernten sie den Unterricht an der weiterführenden Schule kennen sowie das weitläufige Schulgelände.

Eine Schulrallye

rundete den Schnuppertag ab, bevor es zurück in die Heimatschulorte ging, und am Abend hatten sie den Eltern sicher viel zu erzählen.

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