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Marlon aus der 2b spielte das Lied von den ?ängstlichen Ratten?.

Jürgen-Schumann-Schule

Musik aus der Räuberhöhle

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Die Schüler der Jürgen-Schumann-Schule spielten und sangen den Eltern vor. Aber dabei blieben die guten Manieren zum Teil auf der Strecke.

Die Jürgen-Schumann-Schule glich am letzten Tag vor den Osterferien einer Räuberhöhle, und die Kinder wussten davon ein Lied zu singen: „Räuber popeln in der Nase, Füße auf dem Tisch“, beschrieben sie das Räuberleben. Waschen würden sie sich auch nur ungern, und wer weiß, ob nicht der eine oder die andere mit einem solchen Räuberleben liebäugelte.

Musikalisch jedenfalls durften sich die Mädchen und Jungen einmal ganz ungeniert geben, waren räuberhaft angezogen, zumindest mit einem Räuberhut oder Piratentuch, und sangen munter drauf los: „Die Räuberbande zieht durchs Land . . .“

Der Schulchor eröffnete den Hausmusikabend unter dem Motto „Räuber, Piraten und andere Bösewichte“ – zuerst der des ersten und zweiten Schuljahres und dann der des dritten und vierten Schuljahres, geleitet jeweils von Jutta Schümmer. Die Chöre eröffneten jeweils das Konzert, schlossen es ab und sangen zwischendrin noch Lieder von Räuber- oder Käsebanden und dunklen Wäldern.

Aber nicht nur die Chöre präsentierten sich hervorragend. Das Hauskonzert ist darüber hinaus eine Bühne für alle Jürgen-Schumann-Schülerinnen und -schüler, die ein Instrument lernen, und das sind sehr viele: „Über 100 singende oder musizierende Schüler von 180 sind diesmal dabei“, sagte Lehrer Gregor Voßenkaul.

Gestemmt werden kann ein solches Konzert nur durch die Unterstützung der Eltern, sprich des Fördervereins der Schule. Der hatte unter anderem für einen Imbiss und Getränke in der Pause gesorgt und stellte mit dem Vorsitzenden Timo Bollerhey auch den Moderator. Der sagte hauptsächlich Pianisten an, und wenn sich keine Kinder an die Tasten setzten, tat dies Torsten Farnung und begleitete das eine oder andere Kind.

Die Solisten waren allerdings nicht auf das Genre Räuberei festgelegt. Obwohl – der Flohwalzer passt sicherlich genauso zu Hotzenplotz & Co. wie Ratten auf ein Piratenschiff. Letztere haben ja bekanntermaßen ein besonderes Verhältnis zu Flöten, und auf der Blockflöte spielte Marlon aus der 2b das Stück „Ängstliche Ratten“. Und beim Schlagzeugsolo von Jakob aus der 2a hätte sicher auch die letzte Ratte schnell die Flucht ergriffen.

Es wurden auch Frühlings- sowie andere Volks- und Kinderlieder vorgetragen, und zu den Höhepunkten des ersten Konzerts gehörte das Ave Maria von Bach/Gounod, das Noemi mit Papa Samuel Seidenberg, einem Berufsmusiker, spielte. Er die Melodie, sie die Begleitung. Die Familie Seidenberg war auch im zweiten Konzertteil aktiv, und auch in diesem ragten Jeremia aus der 4a und Josuel Seidenberg, der schon eine fünfte Klasse besucht, einmal mit Klavier und Violine und einmal mit Horn und Klavier heraus. Nicht minder fortgeschritten auch Konstantin Farnung aus der 3a mit dem Cello. Neben fröhlichen Liedern und Weisen beeindruckten auch andere Viertklässler mit klassischen Stücken. So Moritz Skarba am Klavier, Simon Braus an der Gitarre und Theo Hess mit der Violine.

„Nobody is perfect“ spielte Maria Tschirschwitz auf der Gitarre, und das konnte als Augenzwinkern im Programm verstanden werden. Aber alle, die zu hören waren, lassen, wenn sie weiter dabei bleiben und fleißig üben, für die Zukunft noch viel erwarten. Sie nehmen Unterricht bei externen Instrumentenlehrern.

Bleibt noch das tolle und räuberhafte Bühnenbild zu erwähnen, das Marion Hansen und Sybille Mosbacher mit den Kindern der Kunst-, der Natur- und der Technik-AG zusammen gestaltet hatten.

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