Osterschießen

Nach der Familienfeier geht’s ins Schützenhaus

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Über Schonzeiten und die Unterschiede zwischen Feldhasen und Wildkaninchen mussten sich die Teilnehmer beim Osterschießen in Hunoldstal keine Gedanken machen. Die Zielscheibe im Schützenhaus war wie immer aus Holz. Wichtiger, als den präparierten Osterhasen zu treffen, war es den meisten, Freunde und Bekannte zu sehen und einen gemütlichen Schwatz zu halten.

Krönender Abschluss des Osterwochenendes war beim Schützenverein Finsternthal-Hunoldstal wieder das Osterschießen. Nach den Feiern im Familienkreis zog es die Schießsportler ins Schützenhaus. Training war am Ostermontag nicht, auch kein ehrgeiziger Wettbewerb. Beim Glücksschießen ging es dem Osterhasen an den Kragen. Auch auf die Stiele von Schokoladenhasen legten Vereinsmitglieder und Gäste an und sparten sich mit etwas Glück die Ostereiersuche. Neben dem sportlichen Vergnügen schätzten die Schützen die gesellige Runde bei Kaffee und Kuchen und später beim kalt-warmen Büfett.

Der Osterhase war in diesem Jahr schnell erlegt, respektive von seiner Halterung herunter geschossen. Reihum zielten über 30 Schützen auf die von Walter Brendel bemalte zweibeinige und „zweiohrige“ Sperrholzgestalt. Wo hinter der Zielfigur die kleine Flasche mit der explosiven Flüssigkeit angebracht war, wusste niemand. Glückssache also, dass nach dem Schuss der stellvertretenden Schützenmeisterin Katharina Krause der Hase herunterfiel. Mit leichter Verspätung gab es dann auch den lauten Knall, der signalisierte, dass der Hase endgültig erledigt war.

Der Nachmittag war noch lang, und so zielten die Teilnehmer auch noch auf die klassische Zielscheibe. Das Zentrum traf Roland Merz im Stechen am besten, nachdem er zuerst Lothar Dreißigacker und dann noch Thomas Arnold hinter sich gelassen hatte. Zur Siegerehrung überreichte Schützenmeister Matthias Eid seiner Stellvertreterin den durchlöcherten Osterhasen und einen blühenden Ostergruß, Merz die diesjährige Osterscheibe und Arnold eine süße und hochprozentige Osternascherei.

Aus Spaß an der Freud’ oder besser am Schießen, durfte dann noch weiter gezielt werden. Vergleichbar mit den Schießbuden auf den Rummelplätzen steckten Schokoladenhasen statt Kunstblumen am Holzstiel in kleinen Gipsröhrchen. Wer ein Röhrchen zum Zerspringen brachte, sicherte sich die kleine Trophäe und bekam obendrein noch ein gekochtes Osterei. Ein Teil der Süßigkeiten und gefärbten Hühnereier wurde gleich niedergemacht, obwohl die Organisatoren Christa und Rolf Will sowie Katharina und Edmund Krause reichlich Verpflegung vorbereitet hatten. Erst gab es Kuchen und Torten satt und dann eine üppige Brotzeit, zu der auch warme Schmankerl gehörten. Die bekannt gute Küche im Schützenhaus lockt am 5. Mai bestimmt auch wieder viele zum musikalischen Vatertagsfrühschoppen, wenn die Schützenkapelle Finsternthal-Hunoldstal musikalisch für Stimmung sorgt.

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