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Naturfriedhof wird erweitert

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Usingen -Vor neun Jahren wurde der Naturfriedhof in Merzhausen eingerichtet - und es stellte sich heraus, dass die Buchfinkenstadt Usingen mit dieser neuen Bestattungsform genau den Nerv der Zeit getroffen hatte. "Die Nachfrage nach Beerdigungen auf dem Naturfriedhof war und ist immer noch riesig" betont der Usinger Rathauschef Steffen Wernard kürzlich gegenüber dieser Zeitung.

Diesem Umstand ist es auch geschuldet, dass Usingens Naturfriedhof nun eine Erweiterung bekommt und die Toten somit weiterhin auf "alternativem Wege" ihre letzte Ruhe finden können. Da der erste Abschnitt des Naturfriedhofs jedoch komplett gefüllt und diese Bestattungsform sehr gefragt ist, hat die Stadt reagiert.

Vor Kurzem wurde nun beim Naturfriedhof in Merzhausen ein zweiter Abschnitt hergerichtet, der künftig für Naturbestattungen zur Verfügung stehen wird. "Das sollte für die nächsten sechs bis sieben Jahre genügen", sagt Hauptamtsleiter Michael Guth.

Doch das ist noch nicht alles - auch in Eschbach kann man sich künftig unter einem Baum begraben lassen. Denn die Stadtverwaltung der Buchfinkenstadt hat auch auf dem Friedhof in Eschbach ein Urnengrabfeld angelegt, auf dem man unter ausgewiesenen Winterlinden seine letzte Ruhe finden kann. "Sollte dies ebenfalls gut angenommen werden, wollen wir prüfen, dieses Modell auch auf unseren anderen Friedhöfen in anderen Stadtteilen umzusetzen, da ein "normaler" Friedhof natürlich besser auch mit einem Rollator besucht werden kann als ein Naturfriedhof, der mitten im Wald liegt", erklärt der Hauptamtsleiter weiter. Dieses Thema bewegte zuletzt auch den Merzhäuser Ortsbeirat. Da schon jetzt absehbar sei, dass bei gleichbleibender Nachfrage der vor Kurzem bereitgestellte, zweite Teil des Naturfriedhofs in wenigen Jahren ebenfalls voll belegt sein würde, möchte sich der Ortsbeirat Merzhausen frühzeitig dieser Thematik annehmen und sich dafür einsetzen, dass auch auf dem bestehenden "normalen" Friedhof Urnenfelder angelegt werden. red

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