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Die neue Führungsspitze der CDU in Neu-Asnpach

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Nachdem Parteichefin Corinna Bosch ihr Amt niedergelegt hat, hat die CDU einen neuen Vorsitzenden gewählt. Und das in selten gewordener Einigkeit.

Von stürmischen Zeiten, einer rauen Stimmung und Machtspielchen im Parlament war am Mittwochabend bei der von Landrat Ulrich Krebs geleiteten Mitgliederversammlung der CDU die Rede, als (Noch)Parteichefin Corinna Bosch, Fraktionsvorsitzender Reinhard Gemander und Stadtverordnetenvorsteher Holger Bellino eine Bilanz des vergangenen Jahres zogen. Der Parlamentschef meinte gar: „Die CDU kommt nicht zur Ruhe.“

Die Partei, die von 1993 an die stärkste im Parlament gewesen war, hat ohne Frage in den zurückliegenden Jahren viel mitgemacht: Sie hat Wahlen, Stadtverordnete, Stadtratsposten und Führungspositionen in den Ausschüssen verloren, und sie ist durch die Bildung der NBF durch ihren ehemaligen Vorsitzenden Andreas Moses nicht mehr stärkste Fraktion. Der damit verbundene Rückzug von zwei weiteren Politikern hat vor allem den Fraktionschef „sehr getroffen“.

„Uns hat es erwischt“, erklärte Bellino und bedauerte wieder einmal, dass die Zeiten, in denen alle Kommunalpolitiker mit wechselnden Mehrheiten gut zusammengearbeitet haben und Neu-Anspach ein „Vorbild in Parlamentarismus“ war, seit der Debatte um die Windkraft und der damit einhergehenden Gründung der Bürgerliste endgültig vorbei sind. „Das tut mir in der Seele weh“, meinte er. Und: „Wir hatten nie eine Anti-Koalition gegen die b-now, aber heute gibt es eine gegen die CDU“, bedauerte er und versprach trotz allem auch künftig ein „positives Auftreten“ der Fraktion.

Doch auch die Christdemokraten haben

Fehler gemacht

: „Wir haben vergessen, die Bürger bei der Energiewende mitzunehmen“, betonte Bellino, und das weiß auch der neue Parteichef Uwe Kraft (Lesen Sie dazu weiteren Text), der nun auf ein „Erstarken in Gemeinsamkeit, Offenheit und im Dialog“ hofft. Die CDU müsse wieder in die alte Form kommen, meinte der 61-Jährige, und es sei wichtig, dass alle an einem Strang zögen. Er sei dabei auf jeden Einzelnen angewiesen, aber: „Ich bin guter Dinge, dass wir das Ziel gemeinsam erreichen.“

Vorher hatte Corinna Bosch noch ein paar Worte in eigener Sache verkündet. Parteivorsitzende sei ein verantwortungsvolles Amt gewesen: „Und ich habe versucht, das Beste daraus zu machen.“

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