Triste Leere, denn noch bevölkert kein Schüler den Innenhof der neuen Konrad-Lorenz-Schule, pardon, Helmut-Schmidt-Schule. Doch nach den Osterferien wird sich dies ändern, denn in der freien Zeit steht der Umzug an.
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Triste Leere, denn noch bevölkert kein Schüler den Innenhof der neuen Konrad-Lorenz-Schule, pardon, Helmut-Schmidt-Schule. Doch nach den Osterferien wird sich dies ändern, denn in der freien Zeit steht der Umzug an.

KLS heißt heute Helmut-Schmidt-Schule

Neue "KLS" in Usingen bekommt Gymnasialzweig - ohne Oberstufe

  • vonAndreas Burger
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Das gymnasiale Angebot an der Helmut-Schmidt-Schule, „formerly known as“ Konrad-Lorenz-Schule, steht. Künftig können sich Schüler an der bisherigen Haupt- und Realschule auch aufs Abi vorbereiten. Mit einer kleinen Ausnahme.

Der Plan war bekannt, nun ist’s offiziell: Die Helmut-Schmidt-Schule in Usingen (ehemals Konrad-Lorenz-Schule) bekommt einen Gymnasialzweig schon ab dem Schuljahr 2017/18 und wird damit zur Kooperativen Gesamtschule. Das hessische Kultusministerium hat zugestimmt.

Landrat Ulrich Krebs (CDU): „Wir machen unsere Schulen zukunftsfähig und reagieren auf die Bedürfnisse unserer Schüler und deren Eltern.“ Der sogenannte Schulentwicklungsplan „Schulen für das 21. Jahrhundert“ sei so ein gutes Stück vorangekommen, betonte der Schuldezernent.

Die KLS, pardon, Helmut-Schmidt-Schule, wie sie nach dem Umzug in das neue Schulzentrum in den Osterferien heißen wird, war bisher eine Haupt- und Realschule mit Förderstufe. Künftig hat sie eine zweijährige Förderstufe der Haupt- und Realschulzweige und eine gymnasiale Eingangsklasse ab Klasse 5.

Die Schule ist damit eine Kooperative Gesamtschule und bietet neben dem Haupt- und Realschulzweig einen nach G 9 organisierten gymnasialen Bildungsgang an.

Fünf Klassen starten

Aber: Eine eigene Oberstufe wird’s nicht geben. Hier sind aber die Übergänge an die Oberstufen der Christian-Wirth-Schule in Usingen oder der Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach gegeben. Außerdem existiert an der benachbarten Saalburgschule ein Angebot an weiterführenden Bildungsgängen: Das berufliche Gymnasium (Wirtschaft und Gesundheit) führt zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Daneben kann man die Fachoberschule oder andere berufsbildende Studiengänge besuchen, die zur Fachhochschulreife führen.

Die Helmut-Schmidt-Schule wird nach den derzeitigen Anmeldungen zum nächsten Schuljahr vier Klassen in der Förderstufe bieten und eine Klasse im Gymnasialzweig.

Mit der Gesamtschule inklusive gymnasialer Eingangsklasse habe der Kreis „eine ideale und für das Usinger Land passgenaue Ergänzung zum bisherigen Schulangebot der Region hinter dem Taunuskamm“ geschaffen. „Wir stärken den Schulstandort Usingen“, betont Landrat Krebs. Kinder aus den Randkommunen des Kreises orientieren sich wieder in Richtung Usingen anstatt zu benachbarten Kreisen.

Die Schülerzahlen an der Christian-Wirth-Schule in Usingen (Gymnasium mit G8 und G9-Angebot) bleiben stabil, und auch die Adolf-Reichwein-Schule (Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe) in Neu-Anspach wird im kommenden Schuljahr wie bisher und ohne größere Verluste sechs Eingangsklassen bilden.

Schülerzahlen steigen

Bei einer Bedarfsanalyse des Kreises habe sich gezeigt, dass sich eine steigende Zahl von Schülern an der Taunusschule in Bad Camberg und der Weiltalschule in Weilmünster angemeldet hätten. Beides sind Kooperative Gesamtschulen im Landkreis Limburg-Weilburg.

Dies habe den Wunsch von Eltern nach einem kooperativen Gesamtschulangebot im Einzugsgebiet der Konrad-Lorenz-Schule gezeigt.

„Auch eine Umfrage an den Grundschulen brachte ein eindeutiges Votum für eine Schule mit gymnasialer Eingangsklasse. Deren Zahl hat der Kreis auf zwei pro Jahrgang festgelegt, vier Klassen sollen Förderstufenklassen sein“, sagte Krebs.

„Wichtig war uns auch, am neuen Schulcampus eine hohe Durchlässigkeit zu schaffen“, sagt Landrat Krebs. In unmittelbarer Nachbarschaft findet sich nun eine Grundschule, die Helmut-Schmidt-Schule als Gesamtschule, eine Förderschule, die künftige Paula-Fürst-Schule, ehemals Heinrich-Kielhorn-Schule, und die Saalburgschule als Berufsschule mit einer beruflichen Oberstufe, die zum Abitur führt.

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