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Die Neue im Naturpark-Wald

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Von: Matthias Pieren

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Arbeitskleidung für jeden Arbeitgeber: Hermine Link hat mit halber Stelle die stellvertretende Geschäftsführung des Naturparks Taunus übernommen. 50 Prozent arbeitet sie für das Forstamt Weilrod im Bereich der Waldpädagogik.
Arbeitskleidung für jeden Arbeitgeber: Hermine Link hat mit halber Stelle die stellvertretende Geschäftsführung des Naturparks Taunus übernommen. 50 Prozent arbeitet sie für das Forstamt Weilrod im Bereich der Waldpädagogik. © Pieren

Der Taunus-Wald erfüllt viele Funktionen. Für eine Menge Bürger zählt vor allem der Erholungswert. Hessen-Forst bewirtschaftet den Wald und verdient damit Geld. Da ist es sinnvoll, dass der Naturpark Taunus und das Forstamt Weilrod eine gemeinsame Mitarbeiterin haben.

Ihr Vater war Drechsler. Und so fühlt sich Försterin Hermine Link, wenn sie bei Baumfällungen den Duft von frisch geschlagenem Holz in der Nase hat, umgehend an die Holzwerkstatt ihres Vaters erinnert.

Das ist lange her. Doch das Arbeiten mit Holz in der freien Natur hat die 59-Jährige nie mehr losgelassen. Vielleicht ist sie deshalb Försterin geworden. Nach Jahrzehnten der Berufstätigkeit als Revierförsterin in der Wetterau hat Hermine Link nochmals eine neue Herausforderung gesucht.

Im Taunus hat sie diese gefunden. Bereits im Mai hat sie die seit Anfang des Jahres vakante Stelle der stellvertretenden Geschäftsführung im Naturpark Taunus angetreten. Seit Juli ist Link nun auch offiziell im Forstamt Weilrod im Bereich der Waldpädagogik tätig.

Für die vielfältigen Aufgaben, die nun auf sie zukommen, bringt sie jahrzehntelange Erfahrung nicht nur im Bereich der Forstwirtschaft mit. „Bereits in Bad Nauheim war ich als Revierförsterin verstärkt im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit tätig“, sagt Link. Im Wald rund um die Kurstadt sei der Besucherdruck zwar nicht ganz so groß wie im Feldberggebiet. Konflikte zwischen den unterschiedlichsten Interessensgruppen gehörten aber auch in der Wetterau zum Alltag. Da braucht man einfach Verhandlungsgeschick und das nötige Fingerspitzengefühl, um diese zu lösen. Gerade im Rhein-Main-Gebiet, in dem viele Erholungssuchende den Wald als Freizeitrevier nutzen, müssen Mitarbeiter von Hessen-Forst ihre Aufgabe erklären und in Kontakt mit der Öffentlichkeit stehen.

Neue Aufgaben

„Im Naturpark Taunus werde ich als forstliche Beraterin für die Naturpark-Parkplätze, die Waldlehrpfade und Wanderwege zuständig sein“, sagt Link. „Das ist eine klassische Schnittstelle zwischen den verschiedenen Waldnutzern. Bei Unfällen im Wald stehe ich natürlich auch mit Polizei und Rettungsdiensten in Kontakt.“

Weil die Erholungsfunktion des Waldes im Naturpark eine immer größere Rolle spielt, wird die Forst-Fachfrau das Team um Geschäftsführer Uwe Hartmann als dessen Stellvertreterin unterstützen. Geplant sind weitere Natur- und Themenpfade wie der Amphibien-Lehrpfad, der das Waldgebiet um den Winterstein weiter aufwerten soll.

„Im Wald müssen Mountainbiker und Wanderer auf den Forstwegen ebenso gelenkt wie die Gelbbauchunke in Naturschutzgebieten geschützt werden“, sagt Link. „Das ist die Aufgabe der Naturpark-Mitarbeiter.“ Mit Menschen, vornehmlich mit Kindern und Jugendlichen, wird sie auch im Bereich der Waldpädagogik zu tun haben. Hier wird sie ab kommendem Sommer das Aufgabengebiet im Forstamt Weilrod von Bhavana Kaiser übernehmen.

„Frau Kaiser wird ein Sabbatjahr nehmen“, sagt Forstamtsleiter Bernd Müller. „Da der Bereich der Waldpädagogik bislang noch nicht zu den Aufgabenfeldern von Frau Link gehört hat, wird sie im Bildungszentrum von Hessen-Forst in Weilburg eine entsprechende Ausbildung machen.“

Seit Gründung des Naturparks vor über 50 Jahren haben sich die Mischfinanzierung und die Zusammenarbeit von Zweckverband und Forstämtern bewährt.

Kjell Schmidt war als Vorgänger von Hermine Link neben dem Naturpark auch beim Forstamt Königstein angestellt.

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