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Auch der entlang des Schlossgartens führende Schotterweg wird aufgewertet und vor allem für Radler freigegeben.

Usinger Schlossgarten soll aufgewertet werden

Neue Planungen schaffen Ruhezonen und Freizeitflächen

  • vonTatjana Seibt
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Mit besseren Wegen, Café, Markierungen und zusätzlichen Informationen wertet die Stadt die Freizeitfläche auf

Der Schlossgarten soll aufgehübscht werden. Und zwar gleich auf mehreren Ebenen und mit verschiedenen Mitteln. "Schon vor Jahren war mal ein Café im Schlossgarten im Gespräch", sagte Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) im Wirtschafts- und Umweltausschuss.

Dabei denke er aber nicht an ein großes Gebäude, sondern an einen kleinen Pavillon mit öffentlichen Toiletten. Im Treff sollen die Besucher des Schlossgartens zu bestimmten Zeiten eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen bekommen könnten. Etwas ähnliches gebe es in Bad Nauheim im Kurpark und könnte im nördlichen Zeil in Usingens grünem Kleinod ebenfalls entstehen. Das habe die Verwaltung bei der kleinen Umgestaltung im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) "nur mal so mit rein genommen." Tatsächlich soll im Rahmen des Förderprogramms "Städtebaulicher Denkmalschutz", dessen Grundlage das ISEK ist, einiges im Schlossgarten geschehen.

Mehr Raum für Radfahrer

Da wären zum Beispiel die beiden Hauptwege vom Parkplatz des ehemaligen Amtsgerichts zur Christian-Wirth-Schule (CWS). Einer der beiden Wege soll gleichberechtigt als Fuß- und Radweg fungieren, ein parallel laufender Weg als reiner Radweg. Rüdiger Maas (Grüne) regte an, dass mit dem einfachen ändern einer Beschilderung zumindest das Fahren von der CWS in Richtung Parkplatz ganz leicht zu legalisieren wäre.

Doch die Änderungen gehen noch weiter. Auf der Multifunktionsfläche sollen die Platanen so gepflanzt werden, dass sie zusammen wachsen - und zugleich sollen Liegen aufgestellt werden. Dazu kommen weitere Ruhebänke im Schlossgarten.

Darüber hinaus soll es den Lehrpfad alter Eiben geben, Nachpflanzungen von Linden und einen Lehrpfad Blühstreifen. Auch Schilder für Touristen und eine Infotafel für den Rosengarten. Und weil es schon so einiges Wissenswertes im Schlossgarten gibt, hatte die CDU vor der Sommerpause in der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag gestellt, dass auch eine Baumbeschilderung entstehen soll, wonach markante Bäume mit ihrem Namen und der botanischen Bezeichnung versehen werden. Außerdem soll Wissenswertes ebenfalls auf den Schildern Platz finden.

Lehrpfad geplant

Ausschussvorsitzende Irene Zorn (CDU) regte eine moderne Variante an, in der zum Beispiel auch Informationen wie die CO²-Speicherung und Sauerstoffproduktion aufgeführt werden. FDP-Fraktionschef Gerhard Brähler sprach sich ebenfalls für die Beschilderung aus und erinnerte an die Christian-Wirth-Schule, die Biologie-Leistungskurse hat und den Garten folglich ebenfalls dafür nutzen könnte. Eine Zusammenarbeit mit Schulen und Ferienspielen, das zeigte die Beschlussvorlage, war ebenfalls vorgesehen, gestaltet sich derzeit wegen der Corona-Pandemie aber als eher schwierig. Einstimmig beschloss der Wulf nun den Antrag der CDU, der als Teil des Gesamtkonzeptes in die Maßnahmen für den Schlossgarten einfließen.

Ebenso einstimmig und ohne Diskussion winkten sowohl der Wirtschafts-, als auch tags darauf der Bauausschuss die Änderung des sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien des Regionalplans Südhessen/Regionalen Flächennutzungsplans 2010 durch. In dem Plan sollen die sogenannten "Weißflächen", die derzeit weder Ausschluss- noch Vorrangflächen sind, nun der einen oder anderen Variante zugewiesen werden. Der am 30. März 2020 wirksam gewordene Teilflächenplan für erneuerbare Energien enthält insgesamt 121 Windvorranggebiete, davon 18 im Regionalverbandsgebiet.

Auch zwei Anträge der Grünen, zum einen die Möglichkeit von insektenfreundlichen Gärten und die Pflegevorschriften für das Stadtgrün beinhalteten, wurden vom Magistrat beantwortet.

Einiges werde bereits seitens des Bauhofs unternommen, um die Insekten auch beim Heckenschnitt oder der Unkrautbeseitigung zu schützen, doch um die Möglichkeiten alle in die Bürgerschaft verständlich zu transportieren, brauche es mehr Personal. Und das habe das Umweltamt derzeit nicht. Tatjana Seibt

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