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Würde das ehemalige Opel-Autohaus abgerissen und an dessen Stelle zwei Mehrfamilienhäuser entstehen . . .

Zwei Mehrfamilienhäuser

48 neue Wohnungen auf dem Gelände von Opel-Jäger

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Wer in Neu-Anspach eine Wohnung sucht, braucht Geduld, denn der Markt ist leer gefegt. Jetzt ist ein neues Projekt geplant, das 48 Wohneinheiten vorsieht. Allerdings muss die Politik erst einmal ihr Okay dazu geben.

Der Bau eines Rewe-Marktes auf dem Gelände von Opel-Jäger ist vom Tisch, jetzt könnten auf dem Grundstück in der Saalburgstraße zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. So viel zumindest ist aus einer Vorlage ersichtlich, mit der sich der Bau-, Planungs- und Wirtschaftsausschuss am kommenden Donnerstag und dann die Stadtverordnetenversammlung am 7. Februar (jeweils ab 20 Uhr im Bürgerhaus) beschäftigen werden.

Danach sollen in jedem der beiden Gebäude etwa „24 großzügige Wohneinheiten mit Wohnungsgrößen zwischen 90 und 105 Quadratmetern“ entstehen. Geplant ist unter dem werbewirksamen Motto „Wohnt im Taunus – schont den Taunus“ ein multifunktionales Wohnkonzept, das sowohl jungen Familien als auch der Generation 60plus Rechnung tragen soll. Dazu gehört ein barrierefreier Zugang aller Bereiche, Aufzüge, breite Innen- und Zugangstüren, altersgerechte Bäder, große Fensterflächen, Balkone und Terrassen sowie eine von zwei Seiten anfahrbare Tiefgarage mit 77 Stellplätzen, von denen jeder eine eigene E-Mobilitätssteckdose erhält, die wiederum mit Solarstrom vom Dach gespeist wird. Im Außenbereich sind Stellplätze für Besucher geplant.

Auf eine Heizung mit fossilen Brennstoffen soll, so heißt es weiter, verzichtet werden. Stattdessen ist vorgesehen, ein „modernes, zukunftsweisendes Heizsystem mit Erdwärme oder einer Energiezentrale mit Eisspeicher“ einzubauen. Der Plan sieht drei Vollgeschosse je Gebäude und eine Höhe zwischen 10,50 und 11,40 Metern vor. An der Saalburgstraße sollen zudem Bäume gepflanzt werden, damit ein „aufgelockerter

Alleen-Charakter

“ entsteht.

Das Gelände ist bislang als Gewerbegebiet festgesetzt und soll nun als Wohnfläche umgenutzt werden, was die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes voraussetzt, der „schalltechnisch die Lärmbelastung der vorhandenen gewerblichen Bebauung untersucht und bewertet“. Bekanntlich ist direkt nebenan der Schrotthändler „Röhrig & Sohn“ ansässig, dessen Umsiedlung sowohl auf das Gelände der Deponie Brandholz als auch nach Usingen in der Vergangenheit gescheitert war und der wegen des von seinem Unternehmen ausgehenden Lärms immer wieder für verärgerte Bürger besonders in der Altkönigstraße gesorgt hatte.

Hier muss sich endlich etwas tun, meint Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU). Er würde sich angesichts des geplanten Neubaus eine Paket-Lösung wünschen. Ansonsten ist das für ihn „ein sehr schönes Projekt“. Denn, so weiß jeder in der Stadt und so heißt es auch in der Vorlage: „Der Bedarf ist vorhanden.“

Ob sich das Grundstück noch im Besitz von Reinhold Jäger, ehemaliger Eigentümer von Opel-Jäger, befindet beziehungsweise ob er der Bauherr des Projekts ist, war gestern nicht zu erfahren. „Kein Kommentar“, erklärte er auf Anfrage der Taunus Zeitung nur. Laut Bauplänen wird Jäger durch das Bad Homburger Unternehmen „HGI – Die Makler“ vertreten, aber auch hier war keine Stellungnahme zu bekommen.

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