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Neuer Hausmeister – Nur für den Stadtteil hat Usingen kein Geld übrig

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Der Haushalt der Stadt Usingen ist am vergangenen Montagabend beschlossen worden. Und wieder einmal habe man die Wünsche des Ortsbeirats nicht berücksichtigt: „Seit sieben Jahren geht das schon so“,

Der Haushalt der Stadt Usingen ist am vergangenen Montagabend beschlossen worden. Und wieder einmal habe man die Wünsche des Ortsbeirats nicht berücksichtigt: „Seit sieben Jahren geht das schon so“, stellte Ortsvorsteher Walter Walle (SPD) resigniert fest. Alles, wirklich alles, was der Ortsbeirat beantragt hatte, was in Summe übrigens rund 22 000 Euro ausmachte, sei nicht genehmigt worden. Für den Ortsbeirat frustrierend, wie auch die übrigen Mitstreiter feststellten.

Was den Beirat vor allem auf die Palme bringt, sind die offenbar unterschiedlichen Einschätzungen des gewählten Gremiums und der Verwaltung. So versuchen die Kransberger seit vielen Jahren einen feuerfesten Bühnenvorhang zu bekommen. Abgelehnt, „das ist nicht notwendig“, las Walle die Begründung vor. Eine neue Dunstabzugshaube in der Küche, da das Fenster nicht geöffnet werden dürfe – abgelehnt. Dabei stehe inzwischen ein Konvektomat in der Küche, der das Arbeiten dort deutlich erschwere, die Luft stehe in der Küche. Dennoch gab’s dafür kein Geld.

Eine neue Spülmaschine hatte der Ortsbeirat beantragt, die schneller spült und bei Veranstaltungen somit auch früher wieder Geschirr zur Verfügung steht – ebenfalls gestrichen, mit der Begründung, dass die Maschine noch funktionstüchtig sei. Eine Veränderung des Thekenbereichs: ebenfalls obsolet, und auch für neue Fußballtore am Schwenkeweiher gab es kein Geld. Die alten Pfosten seien zwar abgefault und abgebrochen, doch Ersatz ist nicht in Sicht.

Usingens Ortsvorsteher Joachim Brötz (FWG), der zu Besuch war, regte an, dass der Ortsbeirat für die Tore doch sein eigenes Budget verwenden könne. „Wir haben aber kein so großes Budget“, entgegnete Walter Walle. Blumenschmuck am Ortseingang und das Versetzen der Infotafel waren ebenfalls nicht durchgegangen, und so kam schließlich aus der Bürgerschaft die Frage, warum denn in Kransberg nicht investiert werde. Zumindest wolle man eine stichhaltige Begründung, nicht nur die Aussage, dass es nicht notwendig sei.

Notwendig geworden war ein neuer Hausmeister. Den hat die Stadt in Rudolf Schiffner (69) gefunden, der die Gelegenheit nutzte, um sich ganz pragmatisch vorzustellen. „Ich hatte Zeit und wollte etwas zu tun haben“, sagte er in knappen Sätzen. Künftig könnten die Bürger die Schlüssel bei ihm holen, das Buchen des Bürgerhauses müssten diese aber über die Stadt vornehmen. tas

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