Schlauchwagen

Neues Katastrophenschutz-Fahrzeug für Schmittener Feuerwehren

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Im Katastrophenschutz ist Hessen ganz vorne. Jetzt ist auch die Feldberggemeinde mit dabei. Das Innenministerium übergab offiziell in Niederreifenberg einen neuen Schlauchwagen.

So ein modernes Einsatzfahrzeug zur Wasserförderung über lange Strecken wird nicht so oft übergeben, schon gar nicht im Hochtaunuskreis und auch nicht in Schmitten. Dort steht seit dem Sommer der neue Schlauchwagen für den Katastrophenschutz bei der Wehr in Niederreifenberg. Dorthin kamen zur offiziellen Übergabe Ministerialdirigent Gunnar Milberg, im Hessischen Innenministerium Leiter der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz, Verteidigungswesen und Krisenmanagement, sowie Kreisbrandinspektor Carsten Lauer und Wolfgang Reuber, der im Hochtaunuskreis für den Katastrophenschutz zuständig ist.

Was das Fahrzeug alles kann, darüber hat die TZ bereits berichtet. Warum es jetzt und ausgerechnet in Niederreifenberg stationiert wurde, das hat seine Gründe, und die beleuchteten die Redner. Vorher jedoch dankte Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) allen Verantwortlichen, „denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass der Bund so ein Fahrzeug nach Schmitten entsendet“. Auf jeden Fall passe es in die feuerwehrtechnische Landschaft in Schmitten, das als kleine Kommune im Brandschutz gut aufgestellt sei. Milberg zog seinen Hut vor dem ehrenamtlichen Engagement der Wehren im ländlichen Raum, die alle Probleme mit der Tageseinsatzstärke haben, aber gerade in Schmitten Lösungen dafür finden.

Moderne Zivilschutzfahrzeuge habe der Bund in der Vergangenheit eher selten übergeben. Vor allem Hessen habe sehr um einen höheren Bundesetat für die Komponente Brandschutz gekämpft. In diesem Jahr gingen von 101 Schlauchwagen zur zivilen Verteidigung acht nach Hessen.

Milberg ist sicher, dass der neue allradgetriebene Schlauchwagen im unwegsamen Gelände der Feldberggemeinde gute Dienste leistet und in den besten Händen ist. „Schmitten ist ja legendär bekannt für seine Waldbrände“, so Milberg, der im benachbarten Kronberg Stadtbrandinspektor ist und sich auskennt. Er weiß auch, wie engagiert die drittstärkste Einsatzabteilung der Gemeinde ist, ob beim Umbau des Gerätehauses oder bei Übungen und Einsätzen.

Was für die Feldberggemeinde als Standort für das Fahrzeug sprach thematisierte auch der Kreisbrandinspektor, der verriet: „Wo das Fahrzeug, wenn wir eins kriegen sollten, hinkommt, war schon seit drei Jahren klar.“ In Niederreifenberg ist genug Platz, vor allem Höhe, um das 3,30 Meter hohe Fahrzeug unterzubringen.

Mit der erforderlichen Ausbildung für Pflege und Wartung habe die Wehr auch die Verantwortung für das Fahrzeug übernommen. Dieses müsse bei Bedarf auch außerhalb von Schmitten, des Usinger Landes, des Hochtaunuskreises oder Hessens mit ausrücken. „Die Schmittener Wehren sind immer da – bei Übungen und Einätzen. Auch das hat zur Entscheidungsfindung beigetragen“, versicherte der Kreisbrandinspektor.

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