Novasmobil stellt sich vor

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Wer oder was ist eigentlich „Novasmobil“? Vor eineinhalb Jahren hat sich die künftige Anlaufstelle für ältere Menschen schon einmal im Schmittener Seniorentreff Silbergrau vorgestellt. Am Mittwoch war dort die erste Sprechstunde, und die soll ab jetzt einmal im Monat stattfinden.

„Novas“ steht für Netzwerk, offenes Ohr, Vermittlung und Ansprechpartner für Senioren. Das vom Diakonischen Werk Hochtaunus getragene und vom Hochtaunuskreis finanzierte Beratungsangebot hat bereits verschiedene Anlaufstellen im Hochtaunuskreis und jetzt auch in Schmitten. „Doch unsere Senioren können noch nicht so viel damit anfangen“, meinte Silbergrau-Vorsitzende Utta Dommes, die für die Sprechstunden von Sonja Brüser einmal im Monat die Räume in der Seelenberger Straße 4 in Schmitten zur Verfügung stellt.

Zur ersten Sprechstunde hatte Dommes treue Silbergrau-Besucher mitgebracht, Brüser hatte außerdem Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) und Vertreter aus den Kirchengemeinden zum Eröffnungstermin eingeladen. Ihr Ziel: Institutionen, die für die Belange von Senioren aktiv sind, ins Boot zu holen. „Wenn keine Angehörigen in der Nähe sind, kann Hilfe vermittelt werden“, so die Mitarbeiterin von Novasmobil. Als Beispiele nannte sie die Unterstützung bei haushaltsnahen Diensten oder bei behördlichen Vorgängen.

Und was meinte sie damit? Manchmal gehe es nur darum, dass jemand die Glühbirne wechsle. Und wenn die Hausarbeit zunehmend schwerer falle, gelte es eine Putzhilfe zu finden. Auch die Verwaltung könne Novasmobil um Hilfe bitten, wenn es um Rentenfragen geht und ein Hausbesuch nötig ist. Hier könnte dann auch ein Vertreter vom örtlichen VdK eigebunden werden.

Kinkel begrüßte angesichts der demografischen Entwicklung den neuen Ansatz und sah wie Brüser vor allem Potenzial im Ausbau der Nachbarschaftshilfe. Wie Birgit Grohmann vom Ortsausschuss der katholischen Kirchengemeinde feststellte, gebe es gerade innerhalb der Gemeinde viele, die gerne helfen, aber Senioren falle es oft schwer um Hilfe zu bitten. Weil auch Sonja Brüser das weiß, wünscht sie sich, dass die monatliche Sprechstunde zu einem öffentlichen Treffpunkt wird. „Wir müssen als erstes herausfinden, was den Senioren überhaupt fehlt“, sagte sie gegenüber der TZ.

Ob und wie sich dann Nachbarschaftshilfe organisieren lasse und wie sich konkrete Projekte anschieben lassen, da setzt sie auf einen runden Tisch, wie er bereits in Weilrod und Glashütten existiere.

Sich selbst sieht Brüser als diejenige, die zunächst das offene Ohr im Gespräch hat. Dann aber auch als Koordinatorin, die für Senioren relevante Angebote, Beratungsstellen und Hilfsorganisationen bündelt und vermittelt, wenn Unterstützung gebraucht wird.

Persönliche Gespräche sind im Silbergrau jeden dritten Mittwoch im Monat zwischen 10.30 und 12 Uhr möglich. Telefonisch ist Novasmobil (0 60 81) 9 58 99 31 erreichbar. Weitere Infos gibt es auf der Seite .

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