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So sieht die Theke im Bürgerhaus von Kransberg aus.

Seit sieben Jahren

Ortsbeirat Kransberg kämpft für neue Theke im Bürgerhaus

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Eine neue Theke im Bürgerhaus in Kransberg gehört zu den vordringlichsten Wünschen des Ortsbeirats für den kommenden Haushalt. Den Eindruck, dass die Stadt in Kransberg nicht investiere, versuchte die Verwaltung zu entkräften.

Die Ortsbeiräte sind angehalten, wieder einmal ihre Wünsche und die dazugehörigen Mittel für den Haushalt 2019 anzumelden. So auch in Kransberg, wo der Ortsbeirat am vergangenen Mittwochabend tagte. Was der Ortsbeirat will? Ganz einfach: Die Umgestaltung der Theke im Bürgerhaus nebst Küchenbereich. Das Thema ist im Ortsbeirat ein Dauerbrenner, dass schon fast Sisyphus-Charakter hat. Man erinnere sich, das war der Mann in der griechischen Mythologie, der von Hermes in die Unterwelt gezwungen wurde, wo er zur Strafe für sein Vergehen einen Felsblock bergauf rollen musste. Kurz vor dem Ziel rollte der Stein dann aber stets wieder gen Tal und Sisyphos musste erneut anfangen zu rollen.

Der Vergleich ist in der Tat bemerkenswert, denn immerhin fordert der Beirat bereits seit 2011 die Neugestaltung der Theke. Jahr für Jahr nahm der Beirat den Wunsch nach einer Umgestaltung auf – und jedes Mal wurde dieser Wunsch von der Stadtverordnetenversammlung nicht erhört. Ob’s im verflixten siebten Jahr nun klappt, oder ob sich der Wunsch vielleicht auch erst zum zehnten Mal jähren muss? Eines steht für die Kransberger jedenfalls fest: Sie wollen die Theke und sie brauchen sie.

Nachdem die Verwaltung bereits in der Vergangenheit ein Konzept gefordert hatte, was seitens der Kransberger dann auch vorgelegt wurde, hat das Thema dennoch nie die Hürde des parlamentarischen Entscheids genommen. Nun also ein neuer Versuch. Allerdings spielt der Beirat dieses Mal den Ball „Konzept erstellen“ an die Verwaltung zurück. Schließlich sei das Bürgerhaus für die Erweiterung der Kindertagesstätte umgebaut worden. Deshalb ist der Beirat der Meinung, dass sich das Bauamt am besten um eine solche Planung kümmern soll.

Das gelte auch für den Bereich des Schwenkeweihers, der als Parkplatz hergerichtet werden könnte. Die Bilanz, die Ortsvorsteher Walter Walle (SPD) auch schon in der Vergangenheit zum Thema bewilligte Mittel zog, war stets ernüchternd: nichts umgesetzt.

Die Verwaltung sieht das allerdings ganz anders und machte dem Beirat nun die Rechnung auf. Rund eine Million Euro habe die Stadt in den Ortsteil investiert, wie sich aus einem umfangreichen Schriftwerk entnehmen ließ. Die Maßnahmen reichten von Investitionen am Friedhof, Spielplatz am Bach und bis hin zur Feuerwehr und Jugendzentrum. Die Zufahrt zum Schloss und die Straße am Wellenhaag seien verbessert worden. „Das sind wichtige Dinge, aber nicht das, was der Bürger direkt sieht“, fasste Walle zusammen. Denn die Anwohner am Mühlberg warten immer noch darauf, dass ihre Pflastersteine wieder abgesandet werden. Da habe die Stadt zugesichert, dies einmal im Jahr zu tun. Bis dato sei noch nichts passiert. Und auch die angespannte Verkehrssituation in der Hauptstraße sei noch unverändert. Im vergangenen Jahr hatte Ordnungsamtsmitarbeiter Oliver Hadys eine Umgestaltung mittels Parkplätzen vorgestellt, wie sie im Frühjahr von Hessen Mobil umgesetzt werden sollte.

Dabei ging es darum, das der Begegnungsverkehr die Straße nicht unnötig verstopfe und durch geschickte Anordnung der Parkplätze zum einen Entlastung bringe, zum anderen aber auch die Geschwindigkeit auf die erlaubten Tempo 30 gedrosselt werde.

Hinterlassenschaften von Hunden sind auch in Kransberg ein (Dauer-)Thema. Drei Beutelspender sollen nun am Kurberg, Mühlweg und der Haagstraße aufgestellt werden. Bauhofleiter Swen Blaschke habe darauf hingewiesen, dass durch die Beutelspender die Probleme oftmals nur verlagert werden. Dann lägen halt die Plastikbeutel in der Umgebung.

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