1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Usingen

Der Ortsbeirat wartet auf Antworten aus dem Rathaus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Monika Schwarz-Cromm

Kommentare

Fragen über Fragen und wo sind die Antworten? Der Ortsbeirat möchte so gerne einen Haken an so manches schwebende Projekt machen oder seine Bürger gut informieren. Doch das geht erst, wenn die Infos aus dem Rathaus da sind.

Die Straße Am Mühlberg macht seit langem Sorgen. Die Straße ist völlig marode, weist jede Menge Schlaglöcher auf und ist inzwischen auch für Fußgänger gefährlich. Sie muss also dringend saniert werden. Doch das kostet – und zwar vor allem die Anwohner – jede Menge Geld. Wie viel weiß aber niemand. Im Haushalt eingestellt wurden für die grundhafte Erneuerung des Mühlberges für 2020 50 000 Euro und für 2021 600 000 Euro. „Und was kommt dann auf die Anwohner zu?“, fragte sich nicht nur Ortsvorsteherin Silke Grzeska (UB) während der Ortsbeiratssitzung in der alten Schule.

Doch da weiß niemand Genaues. Aber das kann sich Silke Grzeska nicht vorstellen. „Es muss doch wenigsten möglich sein zu sagen, welche Prozentzahl bei den Anliegergrundstücken zugrunde gelegt wird“, meinte sie. Und auch die Frage, ob der komplette Mühlberg saniert werde samt der Nebenstraßen, wurde ihr bisher nicht beantwortet.

Für manche Anwohner sei es der finanzielle Ruin, mehrere Tausend Euro zahlen zu müssen, meinte die Ortsvorsteherin. Deshalb forderte sie für die Anwohner Informationen über die Sachlage.

Das gleiche galt auch für die Alleenbäume, die auf der Straße Richtung Gemünden wachsen. Vielmehr wuchsen, denn einige wurden gefällt. „Warum?“, möchte Silke Grzeska wissen. Waren sie krank oder von Schädlingen befallen? Kommen jetzt alle weg? Viele Fragen, bei denen der Ortsbeirat gerne involviert wäre. Und zwar von Anfang an, nicht erst, wenn die Bäume abgesägt sind.

Kreisel-Lösung?

Neuigkeiten hatten sich die Ortsbeirats-Mitglieder auch vom Sachstand zum Laubacher Kreuz bezüglich eines Kreisels gewünscht. Grzeska sprach sich am Laubacher Kreuz für eine preiswerte Variante mit einem aufgemalten Kreisel aus. „Gibt es denn da überhaupt schon eine Dringlichkeitsstufe?“, fragte sie.

Doch Lothar Stöckmann (CDU), der als Gemeindevorstandsmitglied an der Sitzung teilnahm, konnte da auch nicht weiterhelfen.

Das Laubacher Kreuz war in den letzten Jahren immer wieder ein Unfallschwerpunkt. Über einige Jahre hinweg wiesen riesige Schilder auf die Gefahr hin, die allerdings inzwischen wieder abgebaut wurden.

Aber erst am 25. Mai waren genau an dieser Stelle bei einem Unfall ein 11-Jähriger und ein 25-Jähriger verletzt worden – und wieder einmal hatte ein Fahrer das Stoppschild missachtet. Aufgrund der langen, weithin einsehbaren Strecke wird dort auf der Bundesstraße gerne viel zu schnell gefahren. Verkehrsteilnehmer, die auf die L 3063 einbiegen wollen, unterschätzen diese Geschwindigkeit oft – und missachten zudem das Stoppschild.

Schildkröten-Net

Und was tut sich in Sachen Internet in Laubach? Da scheint es eher rückwärts als in die Zukunft gerichtet zuzugehen. Denn wie ja bereits bekannt wurde, hat sich O2 vom auf dem Berg stehenden Mast abgeschaltet.

„Das bedeutet für uns in Laubach, wir haben keinen Handyempfang mehr und ganz langsames Internet“, beschwerte sich Silke Grzeska. Dabei solle doch Ende 2018 die Großgemeinde komplett angebunden sein ans schnelle Internet, erinnerte sie.

Tonne statt Sack?

Eine neue Idee flammte dann im Ortsbeirat auf. Wie wäre es mit einer gelben Tonne anstelle des gelben Sackes, überlegten die Ortsbeiratsmitglieder und wollen dies prüfen lassen. Beantragt wurden schließlich noch Mittel für eine neue Hecke am Friedhof, die sich nach einem Radikalschnitt durch die Bauhofmitarbeiter nicht mehr erholt hat.

Lothar Stöckmann nahm jedenfalls alle Anregungen und vor allem die Fragen mit in den Gemeindevorstand. Und Silke Grzeska hofft auf Antworten.

Auch interessant

Kommentare