ABO Wind AG

Parkplatz beschädigt

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Weil die Treisberger Gastronomiebetriebe unter Folgeschäden nach dem Abbau des Windmessmastes leiden, fordert die Bürgerinitiative Reparaturarbeiten. Die ABO Wind AG sieht dafür keinen Anlass.

Jagdpächter und Gastronom Jürgen Habig beanstandet Schäden im Zusammenhang mit dem Abbau des Windmessmastes. Die Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark am Pferdskopf hat sich deswegen an ABO Wind gewandt.

Habig ist Eigentümer der Gaststätte Taunushöhe in Treisberg, zu der der private Gästeparkplatz an der Straße „Am Pferdskopf“ gehört. Laut Schreiben der BI wurde der Privatplatz ohne vorherige Absprache zum Abbau des Messmastes mit schweren Lastwagen und Baumaschinen befahren. Dabei sei die für die Autos geeignete Oberfläche beschädigt worden. Fotos von Habig belegen, dass der Parkplatz für die Zwischenlagerung des abgebauten Windmessmastes und der Betonteile genutzt wurde.

Darüber hinaus seien auch etwa 1000 Meter des Waldlehrpfads als Teil der 24,5 Kilometer langen Rundwanderwege beschädigt worden. „Der jetzt beim Abtransport des Windmessmastes beschädigte Teil ist für Wanderer nicht mehr normal benutzbar und muss dringend repariert werden“, so die BI-Sprecher. Sie weisen darauf hin, dass Habig auch die 2013 für den Windmessmast angelegte Freifläche wieder in den früheren Zustand versetzt haben möchte. Habig habe kein Verständnis, dass die Abbauarbeiten unmittelbar vor Ostern und zu ungünstigsten Witterungsbedingungen durchgeführt worden seien. „Darunter leiden jetzt alle familiär geführten Gastronomiebetriebe in Treisberg“, schreibt die BI. Habig erwarte deshalb zusammen mit den übrigen Gaststätten von ABO Wind eine umgehende Bestätigung, dass die erforderlichen Reparaturen schnell umgesetzt werden.

„Der Parkplatz wird selbstverständlich noch aufgeräumt, sonst ist nichts Wesentliches zu tun“, sagte Pressesprecher Alexander Koffka auf Anfrage der TZ. Die Fotos vom Waldweg zeigten eindeutig verschiedene Reifenprofile. Die beauftragte Firma habe wegen der Nässe aber nur einen leichten Radlader und keinen Lkw benutzt. Die anderen Reifenspuren seien unter Umständen vom Forst. Überhaupt seien die Spuren nicht seht tief, und wenn der Boden getrocknet sei, könne er wieder normal befahren und bewandert werden. „ABO Wind sieht keinen Anlass, etwas zu unternehmen“, sagte Koffka. Vor allem machte er deutlich, dass ABO Wind mit möglicherweise Geschädigten nicht über den Schreibtisch der BI kommuniziere. Wenn jemand Ansprüche geltend machen wolle, müsse er das selbst tun.

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