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Gudrun Buentello, Gisela Bopp, Wolfgang Elwenn, Petra Gastine und Ursula Simon (von links) und der übrige Partnerschaftsverein freuen sich schon auf die nächste Reise in die Normandie.

Partnerschaft bleibt bestehen

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Befürchtungen, dass die über Jahrzehnte gewachsene Verschwisterung plötzlich zerschlagen werden könnte, haben sich in Luft aufgelöst. Die Taunusbewohner können die Freundschaft zu „ihren“ Franzosen wie bisher pflegen.

Die Jumelage steht vor dem Aus! Mit dieser Hiobsbotschaft war der Schmittener Partnerschaftsverein im vergangenen Jahr wenige Wochen vor dem Besuch der befreundeten Franzosen konfrontiert worden. Damals hatten die Deutschen das Ende einer langjährigen Freundschaft befürchtet.

Zu Recht, hatten die Angehörigen des Comité aus Courtomer, Moulins la Marche und St. Gauburge doch noch vor einem Jahr wegen Nachwuchsmangels an dem weiteren Bestehen ihres Vereins gezweifelt. Christiane Petiteau, bis vor einem Jahr noch Präsidentin des französischen Komitees, hatte seinerzeit ihre Nachfolge nicht sichern können. Damit wurde der Besuch der Abordnung aus den drei französischen Kommunen im Mai 2015, der zugleich das 35. Jahr ihrer Freundschaft zur Schmittener Region besiegelte, zu einem befürchteten Abschiedstreffen.

Wäre das Verschwisterungskomitee in Frankreich aufgelöst worden, hätte das auch das Ende des hiesigen Partnerschaftsvereins bedeutet. Doch jetzt gab es bei der Hauptversammlung gute Neuigkeiten. „Unsere Freunde drüben haben einen neuen Präsidenten“, verkündete Vorsitzende Petra Gastine. Es handelt sich um Jacques-Michel Chanveau aus Courtomer, einen Franzosen, der selbst schon mehrere Jahre dem Kreis der grenzübergreifenden Freundschaft angehört. „Er war schon ein paar Mal bei mir zu Gast“, ließ sich eine erfreute Stimme aus der Runde vernehmen.

Dass es den Freunden jenseits der deutsch-französischen Grenze gelungen ist, ihr Comité aufrecht zu erhalten, könne durchaus an dem besonders gelungenen Austausch im vergangenen Mai gelegen haben, wurde in der Versammlung vermutet. Allein der Rückblick der Vorsitzenden auf die vier Tage mit den Gästen zeigte, wie zufrieden alle Beteiligten gewesen waren. „Unser Besuch auf dem Glauberg und unsere anschließende Einkehr in der hübschen Altstadt Büdingens ist wirklich bestens angekommen“, lobte Petra Gastine.

Nun darf es also weitergehen. Zu Himmelfahrt sind wieder die Schmittener an der Reihe, ihre Koffer zu packen und sich in Richtung Normandie aufzumachen. Der gecharterte Reisebus ist bereits zur Hälfte belegt, in Frankreich wollen sich dann zu den Ausflügen noch einige Franzosen dazu gesellen. Übernachtet wird wieder bei befreundeten Gastfamilien. Die Fahrt dauert vom 5. bis 8. Mai.

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