Die perfekte Kulisse für schmucke Oldies

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Aus ganz Deutschland gingen 43 Teams mit den schönsten Autos aus den vergangenen Jahrzehnten auf Entdeckungsreise im Taunus. Überall, wo sie bei Bilderbuchwetter durchrollten, waren sie am Samstag beliebte Hingucker.

Die neuesten Modelle waren es nicht, aber auch nicht ganz so alt wie die Ruine der 1272 erstmals erwähnten Kirche am Landstein. Die Schmuckstücke auf vier Rädern aus den goldenen 1920ern, schnittige Sportwagen und elegante Limousinen aus mehreren Jahrzehnten – oder Kultautos wie der VW-Käfer – hatten vor der historischen Kulisse im Grünen einen ganz besonderen Reiz.

Blitzblank gewienert standen sie auf der Wiese vor dem alten Gemäuer. Dahinter, im Schatten, ließen sich die Fahrer und Bei- oder Mitfahrer von Michael Stöckl und seinem Team von der Landsteiner Mühle bewirten.

Die achte „Dertour Classic“, eine ganztägige Ausfahrt mit Old- und Youngtimern quer durch den Taunus hatte der Reiseveranstalter „DER Touristik“ aus Frankfurt organisiert. Wie der Chief Customer Officer, Christoph Führer, der sich im Vorstand um Kundenangelegenheiten kümmert, mitteilte, ist die Tour ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit langjährigen Reisebüromitarbeitern aus ganz Deutschland.

Organisiert hatte das Spektakel Christian Scholz, der als Leiter für die Vermietung von Ferienwagen selbst zum Oldtimerfan geworden ist und mit seinem Team eine reizvolle Strecke ausgearbeitet hatte.

Von der Zentrale in Frankfurt-Heddernheim ging es über Kronberg und Idstein zur Landsteiner Mühle, von dort kreuz und quer durch die schönsten Dörfer im Usinger Land zum Steinhöhlchen in Usingen. Bis zum Ziel in Nieder-Erlenbach hatten die alten Vehikel rund 200 Kilometer mehr auf dem Tachometer.

Michael Buller aus Landsberg am Lech war mit seinem Fiat, Baujahr 1927, schon einen Tag vorher nach Frankfurt angereist. Schneller als 70 Meilen pro Stunde, was etwa 100 Stundenkilometer entspricht, fährt der Oldie nicht.

Vor der eigentlichen Tour knatterte er schon Stunden vorher mit dem „weltbesten Beifahrer“, Gereon Kran, an seiner Seite durchs Usinger Land. „Ich muss das gute Stück gut warm fahren, sonst kann es sein, dass wir einen unfreiwilligen Stopp einlegen müssen“, verriet er.

Der grasgrüne 2CV war keineswegs die „lahme Ente“, sondern hielt sich im Teilnehmerfeld ziemlich vorne. Anders der bullige VW mit seinen gerade mal 50 PS.

Der Fahrer chauffierte fünf begeisterte menschliche Begleiter und einen ausgewachsenen Hund auf den Rücksitzen durch die Gegend und schaffte die Anstiege nur im Schneckentempo.

Spaß hatten nach eigenen Bekundungen alle Teilnehmer, wenn auch Fahrer mancher älterer Modelle ohne Servolenkung schon nach der halben Strecke ahnten, dass sie einen tollen Muskelkater bekommen würden.

Die Zuschauer, die den Tross am Samstag bei seiner Fahrt durch das Usinger Land sahen, konnten jedenfalls hautnah Automobilgeschichte erleben.

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