150 000 Euro ist die Alte Schule einem Interessenten wert

Politiker stimmen Verkauf zu

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Für die denkmalgeschützte Alte Schule in Niederreifenberg kann nicht so viel erlöst werden wie ursprünglich geplant. Die Gemeindevertretung stimmte dem Verkauf trotzdem mehrheitlich zu nach dem Motto: Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem maroden Dach.

Jürgen Kantorzik hat schon andere historische Gebäude in der Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde vorbildlich saniert. Jetzt soll er auch die Alte Schule in Niederreifenberg auf Vordermann bringen dürfen. Seinem Kaufangebot für die komplette Liegenschaft in Höhe von 150 000 Euro stimmten am Mittwochabend die Gemeindevertreter bei Enthaltung von b-now und Grünen zu.

Für die große Koalition aus FWG und CDU plädierte CDU-Fraktionschef Karl-Heinz Bös für diese Entscheidung. Die Alte Schule sei seit dem Auszug der letzten Mieter im Jahr 2012 nur noch eine Hülle. „Das Gebäude ist in einem miserablen Zustand“, sagte er. Wegen den Auflagen der Denkmalschutzbehörde sei der ursprünglich angedachte Preis von 250 000 Euro nicht mehr realistisch, das Angebot des potenziellen Käufers für die FWG/CDU-Koalition in Ordnung. Vor allem habe der Interessent in der Vergangenheit bereits die alte Brauerei in Brombach und das Gebäude, in dem sich heute die Pizzeria in Schmitten befindet, vorbildlich saniert. Ilona Fritsch Strauß meldete seitens der Grünen Bedenken an. „Das Angebot ist nur ein handschriftlicher Wisch“, meinte sie und stellte die Vertrauenswürdigkeit des Interessenten in Frage. Auch sei unklar, was aus der Immobilie werden solle. Ähnlich argumentierte Annett Fomin-Fischer von der b-now. Ihr war es wichtig, dass der Entwicklung Niederreifenbergs Rechnung getragen werde und nicht Ähnliches passiert wie bei der Bauruine Hotel Ernst.

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