Randale am Bürgerhaus

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Das Ebbelweifest des Turn- und Sportvereins sieht der Ortsbeirat Eschbach als Auslöser für die jüngsten Zerstörungen rund ums Bürgerhaus. Denn nach dem Fest im Sportlerheim war vor dem Bürgerhaus nichts mehr so wie vorher. Deeskalationskonzepte sollen nun her.

Dutzende von Glasscherben säumten die Treppe, Müll verteilte sich entlang des Eingangs. Auch die Blumenkübel, die der Schützenverein vor dem Bürgerhaus Eschbach erst jüngst bepflanzte boten einen kläglichen Anblick, sofern das Grün überhaupt noch vorhanden war. Der Mülleimer wurde nebst Aschenbecher samt Inhalt dem Jugendzentrum vor die Tür gekippt.

Ortsvorsteher Ortwin Ruß (SPD) war stinksauer: Denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag randalierten Unbekannte und hinterließen vor dem Bürgerhaus des Usinger Stadtteils eine Spur der Verwüstung.

Die Schuldigen hat der Ortsbeirat auch schon ausgemacht: Am vergangenen Wochenende lockte das Ebbelweifest des Turn- und Sportvereins (TuS) Eschbach zahlreiche Besucher ins nahe gelegene Sportlerheim. Ruß: „Jedes Mal nach solchen Veranstaltungen sieht es hier so aus. Und sein Stellvertreter Uwe Böhmer (CDU) pflichtete ihm bei.

Die Lösung: Beide plädieren für einen

Sicherheitsdienst

. „Zumindest muss dieser kontrollieren, dass Glas das Gelände nicht verlässt“, sagte Böhmer. Bei der „Fun-again-Party“ der JU habe das geholfen, ebenso bei den Vorfinanzierungs-Feiern der Abiturienten. „Diese Handhabung hat sich innerhalb von zwei Jahren eingeschliffen, dann war das kein Thema mehr“, betonte Ortsbeiratsmitglied Brunhilde Müller (FWG).

Für die Schützen, die am Sonntagabend im Vereinsheim den Kickern Tribut zollen wollten, gab’s noch eine böse Überraschung. Offenbar waren die Randalierer auch auf dem Dach. Dort haben sie die Satellitenschüssel umgeknickt, so dass die EM-Übertragung ohne Schützenbeteiligung stattfand. Folge: Ein sauer gefahrener Verein.

Nun will der Ortsbeirat mit dem Sportverein das Gespräch suchen, respektive mit allen Vereinen im Ort, wie künftig mit Veranstaltungen und den damit verbundenen Ausschreitungen umgegangen werden kann. „Der Schützenverein hat sicherlich auch irgendwann keine Lust mehr, immer wieder neue Blumen einzusetzen“, sagte Ruß. Er selbst griff am Morgen auf Grund einer anderen Veranstaltung zu Besen und Schaufel, um die Verwüstungen soweit wie möglich zu beseitigen. Und: Er dokumentierte mit Fotos den Schaden.

Nebenbei: Am Nachmittag machten sich einige Jugendliche freiwillig daran, vor dem Jugendzentrum den Dreck zu beseitigen. Dass Aschenbecher und Mülleimer Beulen davon getragen haben, wird zunächst einmal wohl als sichtbares Ergebnis vom Ebbelweifest übrig bleiben.

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