In der Landsteiner Mühle im Weiltal können Radfahrer eine  Rast einlegen.
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In der Landsteiner Mühle im Weiltal können Radfahrer eine Rast einlegen.

Herbstwald im Usinger Land

Rechts und links der Weil

  • VonMatthias Pieren
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An schönen Herbsttagen werden die dichten Fichtenwälder auf dem Höhenzug rund um den Feldberg wieder von vielen Menschen besucht. Seine wahre Herbstpracht entfaltet der Taunus aber drunten in den bunt gefärbten Laubwäldern rechts und links der Weil. Wir haben Ausflugstipps für dieses Wochenende, an dem der bei Fahrradfahrern beliebte Weiltalbus zum letzten Mal seine Runden dreht, parat.

Der Weiltalbus ist eine ideale Alternative für alle, die den Feldberg mit dem Rad erkunden wollen, ohne sich sportlich zu übernehmen. Aber der Bus fährt nur noch am morgigen Samstag, 31. Oktober.

Der Bus mit Fahrradanhänger hilft Radlern noch viermal ab Oberursel-Hohemark auf die Sprünge über die Klippe des Feldbergs (Abfahrt um 8.38 Uhr, 11.18 Uhr, 13.18 Uhr und 15.18 Uhr). An jedem Punkt im Weiltal kann die Tour durch das Herbstidyll in Richtung Lahn und Weilburg begonnen werden.

Ganz wichtig ist jedoch die Reservierung des Rad-Rücktransportes im Weiltalbus, die spätestens am heutigen Freitag um 15 Uhr unter der Telefonnummer (0 64 71) 9 86 10 erfolgen muss. Auf jeder der fünf angebotenen Fahrten sind die Kapazitäten auf 25 Stellmöglichkeiten begrenzt.

Letzter Weiltalbus

Ab Weilburg Busbahnhof verkehrt der Weiltalbus um 9.20 Uhr, 11.07 Uhr, 13.20 Uhr, 15.20 Uhr und zuletzt um 17.20 Uhr. Da auf dem Transportanhänger kein Platz für E-Bikes ist, weist das Busunternehmen darauf hin, dass pro Fahrt nur ein E-Bike im Bus selbst auf dem Kinderwagenstellplatz transportiert werden kann.

Der bestens ausgeschilderte Weiltalweg garantiert auch ein ideales Wander-Terrain in schönster Natur für Ausflügler, die größere Steigungen scheuen. Lediglich zwischen Hunoldstal und der Landsteiner Mühle muss ein Höhenunterschied von fast 100 Metern gemeistert werden.

Leichte Wanderungen

Auch eine Streckenwanderung im Weiltal ist attraktiv: Jeder Abschnitt des Weiltalweges zwischen Schmitten und Weilrod ist reich an landschaftlichen Reizen. Die architektonischen Höhepunkte sind dicht gesät: allen voran die alte Fachwerk-Brauerei in Hunoldstal, das Schloss Neuweilnau, die Burgruine Altweilnau und das Pfarrhaus in Rod an der Weil, einem der ältesten in Deutschland.

Auf dem Rückweg machen wir es uns dann aber einfach und steigen in den am Wochenende zweistündig verkehrenden Bus der Linie 50. Er bringt uns zurück zum Ausgangspunkt der Tour, wo wir das Auto abgestellt haben. Der Weiltalweg ist auch ein tolles Ausflugsziel für junge Familien.

Kleinkinder können allerorten Pferde und Rinder auf den Weiden bestaunen. Völlig unproblematisch ist auch ein Spaziergang mit dem Kinderwagen. Die völlig ebenen Abschnitte machen es möglich. Einfach einmal durchschnaufen, ohne ständig auf Autos achten zu müssen.

Anspruchsvolle Tour

Wanderern, die sich beim Wochenendausflug gerne größeren Herausforderungen stellen, möchten wir einen Teilabschnitt des im vergangenen Jahr als Qualitätswanderweg zertifizierten Schinderhannes-Steigs empfehlen. Für England war es Robin Hood – in Deutschland ranken sich viele Mythen um den einst im Taunus umherziehenden Schinderhannes (die TZ berichtete).

Eigentlich nimmt der 38 Kilometer lange Premiumweg seinen Ausgangspunkt auf den Streuobstwiesen des Gimbacher Hofes in Kelkheim (Main-Taunus-Kreis). Wir aber starten in Seelenberg ganz am Ende des Kreuzweges am nördlichen Ortsrand auf dem Schinderhannes-Steig auf eine rund 12 Kilometer lange Rundwanderung.

Problemlos findet man in Seelenberg das braungrünweiße Logo des prämierten Wanderweges. Hier, ganz am südwestlichen Zipfel des Usinger Landes, sind nur wenige Wanderer unterwegs, der Wald gehört einem fast alleine. Die Beschilderung führt über das Islandpferdegestüt Akazienhof zum Aussichtsturm auf dem Pferdskopf. Von hier oben kann man den schönsten Blick auf die Herbstwälder des Usinger Landes genießen.

In Treisberg laden Cafés und Gaststätten zu einer Zwischenrast ein, bevor man den asphaltierten Feldweg hinab nach Finsternthal wählt. Dort angekommen, kreuzt der Wanderer den Taunusklub-Wanderweg „Schwarzer Punkt“. Dieser führt ihn entlang der Feuchtwiesen im Auental des dahin plätschernden Niedgesbach wieder bergan, zurück in Richtung Seelenberg.

Achtung: Auf Höhe des Feldkopfes stoßen wir auf eine zentrale Wegkreuzung mitten im Wald. Hier stoßen wir wieder auf den Schinderhannes-Steig und wandern entlang des Akazienhofes zurück nach Seelenberg.

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