BI Rennstraße: Windpark bleibt unter Erwartungen

Die Bürgerinitiative Rennstraße gibt ABO Wind recht. Mathematisch zumindest. Dann aber kommt sie zu einem ganz anderen Schluss: „Der Windpark Weilrod bleibt in den erste Betriebsmonaten deutlich unter seinen Ertragserwartungen.

Die Bürgerinitiative Rennstraße gibt ABO Wind recht. Mathematisch zumindest. Dann aber kommt sie zu einem ganz anderen Schluss: „Der Windpark Weilrod bleibt in den erste Betriebsmonaten deutlich unter seinen Ertragserwartungen.“

Hintergrund der Berechnungen, welche die BI jetzt angestrengt hat, sind die Verluste, die entstanden sind, weil drei Windräder nachts abgestellt worden sind. Ursache war eine Klage der Besitzer des Daubhauses. Ihre Begründung: Drei der sieben Windräder des Windparks Weilrod stünden zu dicht am Haus, ihr Betrieb überschreite die nächtlichen Lärmgrenzwerte. Das Verwaltungsgericht Frankfurt hatte wie berichtet diese Klage am 30. Januar abgewiesen.

ABO-Wind-Sprecher Alexander Koffka hatte im Gespräch mit der Taunus Zeitung von einem Verlust in Höhe von rund 150 000 Euro gesprochen, der in dieser Zeit entstanden sei. Der Zeitraum, in dem die drei Räder nachts für jeweils acht Stunden abgeschaltet waren, erstreckte sich von Ende September bis Anfang Februar.

Bei sieben Anlagen entspreche die tägliche Abschaltung von 24 Betriebsstunden (drei mal acht) einem Siebtel des Ertrags, rechnet die BI vor. „In Folge dessen würden ohne Abschaltung in dieser Zeit 1 050 000 Euro an Einspeisevergütung erwirtschaftet, was wiederum bei einer Vergütung von 0,089 Euro pro Kilowattstunde eine Stromerzeugung von rund 11,8 Millionen Kilowattstunden bedeute“, so BI-Sprecher Reinhold Kilb. Die Bürgerinitiative habe die verzögerte Inbetriebnahme der betroffenen Anlagen im fraglichen Zeitraum berücksichtigt und „großzügig den Wert der Stromerzeugung auf 13,5 Millionen Euro erhöht, um dadurch entstehende Differenzen in unserer Rechnung zu kompensieren“.

Ein Windpark produziere laut mehrerer Internetquellen in den windstarken Monaten von Ende September bis Anfang Februar 48 bis 52 Prozent seines Jahresertrages. Demnach seien für den Windpark in Riedelbach rund 27 Millionen Kilowattstunden zu erwarten. In der Öffentlichkeit würden aber Erträge von 45 bis 50 Millionen Kilowattstunden prognostiziert, so die BI Rennstraße.

(ohl)

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