Rodeln macht immer Freude

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Ob mit oder ohne Schnee, Rodelspaß am Pechberg in Oberreifenberg ist immer möglich. Bis zum Neujahrstag war das Vergnügen auf die Reifenberger Reifenrutsche begrenzt. Seit gestern liegt Schnee auf dem beliebten Hang, und da kamen dann auch die Frankfurter.

Die Schneedecke war noch sehr dünn, doch Erdstoppeln und Grasbüschel konnten die Kinder und ihre Eltern nicht vom winterlichen Rodelvergnügen abhalten. Obwohl der Hang im dichten Nebel lag, war gestern Morgen schon viel los. „Wir sind ja nicht wegen der Aussicht gekommen“, stellten die Eltern fest.

Einige von ihnen sausten im Doppelpack mit ihren Sprösslingen auf dem guten alten Holzschlitten den Hang hinunter. Doch Kunststoff-Gefährte zum Rodeln stehen bei den Kids eindeutig hoch im Kurs. Tessa aus Wehrheim begnügte sich mit ihrem Bobby-Car. Das war für das Wintervergnügen mit zwei Zusatzkufen aufgerüstet und dadurch ganz schön schnell geworden. Richtig geheuer war das der Zweijährigen noch nicht. Anders als den etwas älteren Rodelkindern. „Hier geht’s total schnell runter und sogar unheimlich weit“, rief ein Junge begeistert seinen Freunden zu.

Noch schneller wäre es mit der Reifenberger Reifenrutsche gegangen. Doch die war genau deswegen gesperrt. Auf dem gefrorenen Boden und mit leichtem Schnee-Belag war das dem Betreiber Leonhard Heinz zu riskant. Er wies im Gespräch mit der TZ auf Folgendes hin: „Wintersport ist immer auf eigene Gefahr.“ Aber seine Mitarbeiter achteten trotzdem darauf, dass bei Schnee niemand mit eigenen Rutschunterlagen die Kunststoffbahn benutzt.

Die Reifenrutsche neben seinem Skilift war bis zum Neujahrstag beliebt bei den Rodlern. Auch ohne Schnee war einigen die Talfahrt bereits zu schnell. Zu ihnen gehörte Hans Kilb (CDU), der Vorsitzende des Schmittener Ausschusses für Bau, Planung, Verkehr und Umwelt. Er landete beim ersten Versuch etwas unsanft in den mit Luftmatratzen noch extra abgepufferten Strohballen im Auslauf. Beim nächsten Mal startete er wie einige andere in der Hälfte der nicht mal 100 Meter langen Bahn. Vor allem seine Söhne Robin und Maxi hatten den Bogen raus, wie man runter kommt und möglichst viel Spaß hat. Das gelang auch Daniel, Max und Anna (alle 19 Jahre) aus Neu-Anspach.

Weil für die nächsten Tage noch mehr Schnee angesagt ist, nimmt Heinz heute ab 10 Uhr den Skilift in Betrieb. Ob dann die Kunststoffbahn für Skifahrer und Snowboarder freigegeben wird, will er erst selbst testen. „Das könnte eine richtig geile Abfahrt werden oder eine super Rampe für die Snowboarder“, meinte er. Obwohl Heinz mit der für 10 000 Euro bis 20. Januar gemieteten Kunst-Rutschbahn in diesem Winter wohl kein Geld verdienen wird, spielt er schon jetzt mit dem Gedanken, noch 15 000 Euro draufzulegen und die Matten zu kaufen. Dann könnten sie länger liegen bleiben und auch im nächsten Winter wieder aufgebaut werden. „Die Hauptsache ist, dass die Kinder im Winter ihren Spaß hier haben“, sagte er.

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