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Mit romantischen Liedern eröffneten Sopranistin Patricia Freres und Pianist Romain Nosbaum die Konzertreihe im Schloss Kransberg.

Konzert im Schloss Kranberg

Das romantische Kransberg klingt hervorragend

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Das Schloss am Schlosstor ist fort, Besucher sind wieder willkommen. Darauf haben besonders die Nachbarn des Kransberger Schlosses lange gewartet.

Das Ungewöhnliche fing schon an der Hauptstraße an: An der Einmündung in die Schlossstraße wartete ein menschlicher Wegweiser. Ein junger Mann half von fern angereiste Gästen, sich in dem Terrain zurecht zu finden. „Nichts ist schlimmer, als wenn man eine solche Veranstaltung übel gelaunt erreicht, bloß weil einem die Anfahrt schon Schwierigkeiten bereitet hat“, weiß Dieter Engel. Der Mann hat Erfahrung in der Organisation von Veranstaltungen wie jener, die am Sonntagnachmittag im Schloss Kransberg anstand: Mit einer romantischen Matinee der Sopranistin Patricia Freres und des Pianisten Romain Nosbaum wurde der Auftakt zu einer Konzertreihe gemacht, mit der dem historischen Gemäuer frischer und vor allem kultureller Odem eingehaucht werden soll.

Hausherr ist Sebahattin Özkan, seit 2012 Eigentümer des Schlosses. Nachdem die zunächst wichtigsten Sanierungsmaßnahmen erfolgt sind, machte Özkan den sogenannten Rittersaal wieder der Öffentlichkeit zugänglich. „Auch wenn noch nie ein echter Ritter hier drin gewesen ist“, scherzte Jörg Sauer in seiner Begrüßung bei der Sonntagsmatinee.

Sauer kümmerte sich um Auswahl und Zusammenstellung des musikalischen Programms sowie der entsprechenden Künstler. Für die Eröffnung des in diesem Jahr vorgesehenen Konzertreigens hat er auf ein ihm keinesfalls unbekanntes Duo zurückgegriffen, von dessen Erfolgsgeschichte er sich schon längst ein Bild gemacht hatte. Und so kamen die Gäste am Sonntag in den Genuss eines hervorragenden Ohrenschmauses der luxemburgischen Sopranistin.

Unter dem Titel „Romantisches Kransberg“ präsentierte die Sängerin Lieder zahlreicher Komponisten der romantischen Epoche von Johannes Brahms bis Richard Strauss.

Der gebürtige Schweizer Romain Nosbaum, der ebenfalls in der Kammermusik zu Hause ist, füllte die Gesangpausen der begnadeten Sopranistin mit prächtig gespielten Soli am Flügel.

Dem Publikum gefiel’s und die Zuhörer dürfen sich nunmehr auf die baldige Fortsetzung der Konzertreihe freuen.

Schlossherr Sebahattin Özkan und seine Mitstreiter Jörg Sauer und Dieter Engel wiederum freuten sich über den erfolgreichen Start in Richtung „Kulturstätte Schloss Kransberg“. Der Anfang sei nun sehr vielversprechend gewesen.

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